65:69 – Avides Hurricanes kassieren beim TK Hannover zweite Saisonniederlage

„Ein kleiner Denkzettel“

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Kierra Mallard stand die komplette Spielzeit auf dem Feld und kassierte kein Foul. Trotz ihres Double-Double (16 Punkte und elf Rebounds) konnte auch sie die Niederlage nicht verhindern.

Rotenburg - Auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg sind die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes gestern Abend zum zweiten Mal in dieser Saison ins Straucheln geraten. Im Nachholspiel beim TK Hannover verlor das Team von Coach Christian Greve überraschend mit 65:69 (37:41). Die Möglichkeit, die Niederlage vergessen zu machen, hat der Spitzenreiter bereits heute Abend. Die Mannschaft empfängt um 18.30 Uhr in der Rotenburger Pestalozzihalle den Tabellensechsten Eintracht Braunschweig.

Sich jetzt aber erstmal aufzuregen, ist nicht Greves Art: „Emotionen dürfen keine Rolle spielen. Ich analysiere alles ganz sachlich.“ Dabei hätte er allen Grund dazu, schließlich verpatzte seine Mannschaft wieder einmal die Anfangsphase und kassierte schnell einen 0:12-Run. „Hannover war richtig heiß und hat einen super Start hingelegt. Jeder Wurf war bei denen drin“, erklärte Greve.

Somit mussten die Hurricanes zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. In der Folgezeit fingen sich die Gäste langsam und fanden ihren Spielrhythmus. Im zweiten Durchgang hatte Pia Mankertz ihren großen Auftritt: Die Kapitänin versenkte gleich vier Dreier. Durch ihren letzten Distanzwurf brachte sie die Hurricanes in der 16. Minute bis auf zwei Punkte heran (31:33). „Pia hat wieder ein starkes Spiel gemacht und ihre Mitspielerinnen richtig mitgerissen“, lobte der Coach. Der Ausgleich wollte jedoch auch ihr nicht gelingen, und so waren es die Hannoveranerinnen, die mit einer Vier-Punkte-Führung in die Kabine gingen (41:37).

Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe Kierra Mallard, die übrigens die kompletten 40 Minuten auf dem Feld stand und dabei kein einziges Foul kassierte, erstmals für den Ausgleich sorgte – 41:41. Die Gastgeberinnen wussten erneut die richtige Antwort und gingen dank Janne Bartsch mit zwei Zählern in Führung (24.). Die treffsichere Mankertz glich in der 25. Minute wieder aus (44:44), anschließend unterliefen den Hurricanes aber unnötige Fehler oder aber die Landeshauptstädterinnen standen in der Verteidigung so sicher, dass das Greve-Team nicht zum freien Wurf kam. „Hannover hat seinen Job wirklich sehr gut gemacht“, gestand der Hurricanes-Coach.

So war es auch nicht verwunderlich, dass es der Tabellenerste während der gesamten 40 Minuten nicht ein Mal schaffte, vorne zu liegen. „Daher hat Hannover auch auf jeden Fall verdient gewonnen“, zollte der 38-Jährige dem Gegner Respekt.

Nun sind die Augen aber bereits auf die heutige Partie gegen Braunschweig gerichtet. „Die erneut verkorkste Anfangsphase ist für alle hoffentlich ein kleiner Denkzettel. Wir werden an der Niederlage aber nicht zerbrechen. Sie wird uns eher noch mehr anstacheln“, so Greve. · ml

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