Nachgefragt bei Sportlern aus Rotenburg

Ein Jahr Corona – ein komplett verlorenes Jahr?

Handball auf Hallenboden.
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Auch im Handball wurde in den vergangenen zwölf Monate kaum gespielt.

Rotenburg – Wie blicken die Sportler auf die vergangenen 365 Tage seit dem ersten Lockdown in den meisten Ligen zurück? Ein Jahr Corona – ein komplett verlorenes Jahr?

Für Tennisspieler Tarik Burina vom Nordligisten TC GW Rotenburg steht fest: „Das Jahr ist natürlich ein verlorenes Jahr für mich und die Jungs aus der Mannschaft. Das einzig Positive ist, das die Jüngeren etwas mehr Zeit bekommen haben, um für die Liga vorbereitet zu sein.“ Seinen Humor hat Burina aber nicht verloren. Er merkt scherzend an: „Wir alten Hasen werden ja leider nicht jünger und haben nicht mehr so viele gute Jahre, um auf dem Niveau zu spielen.“

„Dieses Feuer nimmt uns Corona“ nicht

„Corona hat uns aus einer guten Spielzeit gerissen“, sagt Steffen Mech vom Fußball-Bezirksligisten TV Sottrum. „Dennoch bin ich froh zu sehen, dass sich die Mannschaft durch die Situation weder auseinanderbringen noch demotivieren lässt. Die Situation schweißt uns als Menschen, Mannschaft und Sportler mehr zusammen. Wir brennen darauf, wieder miteinander auf dem Platz zu stehen. Dieses Feuer nimmt uns weder Corona noch ein anderes Virus dieser Welt.“ Mech glaubt: „Wenn Corona etwas Positives hat, dann, dass sich die Menschen hoffentlich ihrer Verantwortung der Gesellschaft und jedem Einzelnen gegenüber bewusster werden.“

Nicht nur Negatives gewinnt auch Daniel Reuter vom Fußball-Oberligisten Rotenburger SV dem Lockdown ab: „Für mich persönlich ist das Positive, dass ich trotz meiner Verletzungspause jetzt seit September wenig verpasst habe und – wenn es gut läuft – zum Restart wieder fit bin. Dadurch, dass ich zusätzlich noch als Trainer der U 14 unterwegs war, habe ich aktuell viel mehr Freizeit und genieße die wirklich sehr. Ich bin aber echt froh, dass es nun voraussichtlich bald wieder losgeht. Das Ganze vermisst man schon sehr und vor allem mehr, als ich gedacht hätte.“

Herbst freut sich auf „kühles Blondes“

Als „verlorenes Jahr“ empfindet es auch Hauke Herbst. Der Handballer des TV Sottrum aus der Landesklasse meint: „Wir waren echt gut eingespielt und hätten oben mitspielen können! Zudem fehlt mir das gemeinsame Training extrem. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich in ein paar Tagen oder Wochen mit meinen Jungs, meiner zweiten Familie, wieder auf dem Feld stehen und danach ein kühles Blondes mit ihnen genießen kann. Was Positives nehmen wir als Mannschaft allerdings auch aus dem Jahr mit: Ungeschlagen in der letzten Saison!“

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