Helferstab auf ein Minimum reduziert

Hurricanes gegen Opladen: Ein Geisterspiel ganz ohne die guten Geister

Wenn Mirja Beckmann (am Ball) mit ihren Hurricanes gegen Opladen spielt, muss die Zahl der Helfer noch weiter reduziert werden als zuletzt.
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Wenn Mirja Beckmann (am Ball) mit ihren Hurricanes gegen Opladen spielt, muss die Zahl der Helfer noch weiter reduziert werden als zuletzt.

Scheeßel – Um das erste Spiel seit sechseinhalb Wochen bestreiten zu können, müssen die Zweitliga-Basketballerinnen weitere Einschränkungen in Kauf nehmen. Wie Vorstandsmitglied und Manager Utz Bührmann bestätigte, wird die Anzahl an Helfern in der Halle in Scheeßel aufgrund der Corona-Pandemie weiter deutlich reduziert. Auch Werbebanner werden deshalb nicht mehr angebracht. Zuschauer sind ohnehin nicht erlaubt, wenn das BBZ Opladen am Sonntag (16 Uhr) zu Gast ist.

Keine Werbung, kein DJ, kein Hallensprecher – das Ordnungsamt habe darauf hingewiesen, dass sich möglichst keine Personen mehr in der Halle aufhalten dürften, die nicht direkt am Spiel beteiligt seien, erklärte Bührmann. Quasi ein Geisterspiel ohne die guten Geister – die fleißigen Helfer. Zutritt zur Sporthalle erhalten neben Teams, Trainerstab, Schiedsrichter und Kampfgericht nur drei Ordner, ein Vereinsmitarbeiter für die Videoaufnahmen und den Stream bei Facebook sowie die Presse. „Wir können damit leben“, betont Bührmann und erklärt, dass auch das Aufhängen der Sponsorenbanner untersagt worden ist.

Vor allem „das Feeling, angefeuert zu werden“ ist es, was Kapitänin Pia Mankertz vermisst. „Aber ich finde auch, dass man es zu schätzen lernt, dass wir das Glück haben, neben dem Beruf noch etwas machen zu können.“ Die Pädagogin wird nach ihrer beruflichen Auszeit erstmals seit Ende Oktober wieder auflaufen. Sie hatte vor rund zwei Wochen das Mannschaftstraining nach der Weihnachtspause wieder aufgenommen. „Klar brauchte sie ein, zwei Einheiten, um erst mal wieder mit dem Ball reinzukommen, das habe ich schon registriert. Aber inzwischen hat sich das alles eingespielt. Wir trainieren relativ gut und nahezu ohne Ausfall“, berichtet Coach Christian Greve, der am Sonntag mit seinem kompletten Kader plant. Auch Jugendnationalspielerin Anna Suckstorff hat ihre Achillessehnenprobleme, aufgrund derer sie das Pokalspiel gegen den TSV Wasserburg Anfang Dezember noch verpasst hatte, auskuriert. Bleibt nur noch abzuwarten, ob bei den Hurricanes und Gegner Opladen die Corona-Tests allesamt negativ ausfallen. „Ich habe ein ganz gutes Gefühl, dass die Spielerinnen sich auch in ihrem Alltag sehr vernünftig verhalten. Solange wir es von der Infrastruktur her können und das Team spielfähig ist, spielen wir also auch“, sagt Greve und weiß, dass sich sein Team aufgrund der Inzidenzwerte im Kreis Rotenburg, die derzeit unter 50 liegen, wie in einem „goldenen Käfig“ befindet.

Einen neuen Spielplan, wie ursprünglich angekündigt, gibt es in den zweiten Bundesligen nun allerdings vorerst doch nicht, wie wiederum Bührmann berichtet. Ziel sei es weiterhin, möglichst alle Spiele der Hinrunde durchzubekommen, um eine für den Auf- und Abstieg aussagekräftige Tabelle zu bekommen. Die abgestimmte Vorgehensweise schildert er auch: „Es wird versucht, jetzt für ein, zwei Wochen im Voraus die bisher ausgefallenen Hinrundenpartien anzusetzen und nachzuholen.“ So ist inzwischen auch das am vergangenen Wochenende abgesetzte Spiel gegen Eintracht Braunschweig für den 30. Januar geplant – und zwar in Braunschweig. „Die dürfen seit Mittwoch wieder in ihre Halle“, erzählt Bührmann und meint auf die Gesamtlage bezogen: „Ich hoffe, dass da jetzt keiner mehr dazwischengrätscht.“ Die Skepsis bleibt wohlgemerkt, denn immer noch dürfen einige Teams der Liga nicht trainieren und spielen. Ändert sich daran nichts in den nächsten Wochen, wird es schwer, bis Ende April mit der Hinrunde (oder alternativ mindestens zwei Drittel aller Partien) durchzukommen. Die Hurricanes selbst haben bisher erst die Spiele gegen die Capitol Bascats Düsseldorf, bei den Bender Baskets Grünberg, der TG Neuss und den Rheinland Lions bestritten. Sie müssten nach ihren Auftritten gegen Opladen und Braunschweig also noch gegen Alba Berlin, den ASC Göttingen, die ChemCats Chemnitz, die Young Dolphins Marburg und die Panthers Academy Osnabrück ran.

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