Zu viele Ausfälle

Hurricanes sind ohne Simon, Suckstorff und Tölle ein gefundenes Fressen ‒ 49:84

Zeit zum Aufstehen: Mirja Beckmann war bei den Rheinland Lions die konstanteste Hurricanes-Akteurin.
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Zeit zum Aufstehen: Mirja Beckmann war bei den Rheinland Lions die konstanteste Hurricanes-Akteurin.

Scheeßel – Allmählich spitzt sich die Personallage bei den Basketballerinnen der Avides Hurricanes zu. Die kurzfristigen Ausfälle von US-Profi Maddie Simon und Aufbauspielerin Anna Suckstorff sowie das frühe Aus von Melda Tölle waren zu viel, um beim Titelaspiranten Rheinland Lions konkurrenzfähig zu sein. Die Folge war mit 49:84 (26:43) die höchste Niederlage seit zwei Jahren in der 2. Bundesliga, womit die Hurricanes in der Abstiegszone festhängen. Da kommt das Pokalspiel gegen den Erstliga-Spitzenclub TSV Wasserburg am Mittwoch zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

„Das Ergebnis ist zwar hoch, aber ich kann dem Team keinen Vorwurf dafür machen, was auf dem Feld passiert ist“, betonte Coach Christian Greve nach dem Abpfiff in Herkenrath, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach. Er dürfte aber die Rückkehr von Pia Mankertz (Auszeit wegen ihrer Referendariatsprüfung) sowie die Verpflichtung einer zweiten US-Amerikanerin herbeisehnen – muss sich aber vorerst noch in Geduld üben.

Erschwert wurde die Situation dadurch, dass sich Ende der Woche zunächst Mankertz´ Back-up Suckstorff mit Schmerzen in der Achillessehne abgemeldet hatte und dann auch noch Simon im Training umgeknickt war. „Sie hat ein dickes Ei auf dem Sprunggelenk“, berichtete Greve. Als dann auch noch Melda Tölle zu Beginn des zweiten Viertels den Ellenbogen von Gegenspielerin Birte Thimm an die Schläfe bekam, standen die Gäste beim 14:33-Rückstand ohne Pointguard da. Tölle kehrte nicht mehr aufs Feld zurück. „Sie hat ein schönes Horn auf der Stirn“, verriet der Coach.

Beckmann und Pakulat sind die Besten

In diesem Zustand waren die Hurricanes ein gefundenes Fressen für die Löwen aus dem Rheinland, auch wenn die Defense sich nach einem katastrophalen ersten Viertel (14:29) stabilisierte und Mitte des Durchgangs mit einem 9:2-Run eine starke Phase folgte, in der Sophie von Ass ihre ersten Zweitliga-Punkte gelangen. „Aber unsere guten Phasen wurden auch entsprechend gekontert“, wusste Greve. Sein Team versuchte es hauptsächlich durch Einzelaktionen oder Distanzwürfe – recht erfolglos. „Viel anders können wir momentan nicht spielen. Hinzu kommt, dass wir nicht viel getroffen haben und jede Freikarten geschossen hat“, meinte der Coach. Deprimierend war denn auch die Reboundbilanz von 29:47, insbesondere weil die Gäste in dieser Rubrik offensiv nur einen einzigen Ball einsammelten. Die treffsichere Mirja Beckmann (16 Punkte) sowie Hannah Pakulat waren mit acht und sieben Rebounds noch die stärksten Hurricanes-Spielerinnen.

Gegen Ende des dritten Viertels gab es noch einmal einen 9:0-Lauf zum 41:60, den Michelle Schischkov mit ihren fünf Punkten abschloss. Gegen die Treffsicherheit der US-Amerikanerin Rachel Theriot (21 Punkte, fünf Dreier), der Ex-Nationalspielerin Romy Bär (18 Punkte) und gegen die späten Dreier von Kimberley Pohlmann war für die Hurricanes in dieser Konstellation jedoch kein Ankommen. „Und dann war eben auch der Akku alle“, stellte Greve fest.

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