Fußball-Bezirksligist sichert sich die Dienste von Niklas Niestädt

Ein „Bomber“ für Visselhövede

Ab sofort trägt Niklas Niestädt (Mitte) kein rotes, sondern ein grünes Trikot: Vergangene Saison erzielte er übrigens das einzige Tor der Hesedorfer gegen Visselhövede (hier links mit Michael Lohmann und Drilon Demaku).
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Ab sofort trägt Niklas Niestädt (Mitte) kein rotes, sondern ein grünes Trikot: Vergangene Saison erzielte er übrigens das einzige Tor der Hesedorfer gegen Visselhövede (hier links mit Michael Lohmann und Drilon Demaku).

Visselhövede – Sie werden sich schon mal an ein neues Vereinslogo gewöhnen müssen – die Fußballer des VfL Visselhövede. „Ich weiß, dass ich mit meinen FSV-Badelatschen auch da duschen werde. Die haben wir gerade neu bekommen – mit Wappen drauf“, schwärmt Niklas Niestädt. Und der 29-jährige Offensivspieler wird die Schlappen nicht in der Gästekabine tragen, sondern in den Räumlichkeiten des Heimteams, des VfL Visselhövede! Trotz seines Bekenntnisses zum Kreisligisten FSV Hesedorf/Nartum verstärkt Niestädt ab sofort die Heidestädter. Das vermeldet deren Coach Thomas Heidler nicht ohne Stolz.

„Ich bin total happy, so einen Spieler zum VfL Visselhövede zu lotsen“, betont Heidler und gesteht: „Ich hätte nicht gedacht, dass es da eine Chance gibt.“ Doch seine Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen. Nachdem Niestädt – Spitzname: „Bomber“ – im Sommer noch abgesagt hatte, entschied er sich jetzt anders, ohne zu wissen, wann die Saison überhaupt weitergeht.

Fünfeinhalb Jahre bei Hesedorf/Nartum

„Eigentlich halte ich von Wintertransfers ja nichts“, räumt der Hellweger ein und muss ein wenig lachen, weil er nun selbst einer ist. „Aber ich werde im Februar 30 und habe einfach Bock auf eine neue sportliche Herausforderung. Und die wird es definitiv sein.“ Eine Liga höher nämlich als zuletzt, mit vielen „Jungs, die ich schon lange kenne“. Und unter einem Coach, den er bei einem Trainerlehrgang schätzen gelernt hatte.

Auch mit Hesedorf/Nartum lief Niestädt bereits in der Bezirksliga auf, doch nach dem Abstieg 2018 verpasste das Team zweimal die erhoffte Rückkehr und steht auch in dieser Saison alles andere als aussichtsreich da. „Sportlich sind wir seitdem nicht wirklich in diesen Umschwung reingekommen und haben unser Potenzial nicht auf den Platz gekriegt“, sagt der Stammspieler, der unter Neu-Coach Vitalij Kalteis meist als Sechser für den Spielaufbau zuständig war. „Das ist aber auf jeden Fall keine Flucht“, merkt Niestädt an und schickt quasi noch einmal Liebesgrüße nach fünfeinhalb Jahren Hesedorf/Nartum an die Adresse der Blau-Roten: „Ich habe dort mega schöne Jahre gehabt. Ich glaube, woanders wäre ich nirgends so gut reingekommen. Ich hatte da schon Kultstatus, bevor ich mein erstes Spiel gemacht habe. Der Verein ist wie eine Familie.“ Eigentlich gibt es also keinen Grund zu gehen – außer den sportlichen. Und so trotzte der Routinier sämtlichen Versuchen: „Die haben nichts ausgelassen, um mich zum Bleiben zu bewegen. Aber sie hätten mich zum Papst machen können. Ich hätte gesagt: Will ich nicht. Irgendwie schließt sich für mich eine sportliche Tür und eine andere geht auf. In meinem Alter ist das wohl meine letzte Chance.“

Dass Niestädt nicht automatisch bei „Vissel“ gesetzt ist, ist ihm durchaus klar: „Ich muss mich da erst mal durchsetzen, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich spiele Fußball, um auf dem Platz zu stehen“, lautet seine Ansage.

Thomas Heidler ist sicher, dass die Verpflichtung „viele überrascht“, aber eben auch absolut passt. „Er ist fit, er hat Bock und Bedarf haben wir auch auf jeden Fall“, plant der Coach den neuen Mann schon mal fest im offensiven Mittelfeld „oder vorne für die Box“ ein.

Von Matthias Freese

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