Keeper Köster über seine Rote Karte, die aktuelle Situation und Ottersberg

„Ein bisschen doof gelaufen“

+
Keeper Marco Köster ist einer der Leistungsträger beim TV Sottrum. Nach seiner Roten Karte im Spiel gegen den TuS Westerholz muss er jetzt aber zwei Spiele aussetzen. ·

Sottrum - Von Matthias FreeseChance vertan: Statt auf den Relegationsplatz zur Fußball-Bezirksliga zu klettern, stürzte der TV Sottrum nach der 2:4-Schlappe gegen den TuS Westerholz auf Rang fünf ab. Keeper Marco Köster kassierte sogar noch Rot und wird nun zwei Spiele fehlen. Grund genug, beim 27-jährigen Versicherungsfachmann aus Ottersberg nachzufragen.

Mit zwölf ungeschlagenen Spielen hatte sich Sottrum gerade erst an Platz zwei herangepirscht. Hat Ihr Team durch das 2:4 alles mit dem Hintern umgestoßen?

Marco Köster:An den Relegationsrang hatten wir vorher nie gedacht. Natürlich ist es jetzt ein bisschen doof gelaufen, zumal alle für uns gespielt hatten, sodass wir bei einem Sieg Zweiter gewesen wären.

Ganz unschuldig waren Sie ja auch nicht, oder?

Köster:Mit Sicherheit nicht. Die Rote Karte hätte nicht sein müssen. Ich habe mich mitreißen lassen und überreagiert. Es stand 3:2 für Westerholz, dann kam ein Pass durch die Mitte und der Linienrichter hat nicht auf Abseits erkannt. Da habe ich mich zu lautstark geäußert und ihn gefragt, ob er blind wäre.

Und Ihre Handschuhe sind Richtung Schiedsrichter Viktor Herber geflogen …

Köster:Ja, ich habe sie wutentbrannt nach hinten geschmissen und er stand da. Ein gezielter Anschlag war es aber nicht.

Sie sind bis einschließlich 23. April gesperrt. Glimpflich davongekommen?

Köster:Ja, ich hatte mit mehr gerechnet. Es sind so gesehen nur zwei Spiele. Ich hatte mich aber auch nach dem Spiel entschuldigt und es eingesehen.

Und wer hütet jetzt das Tor?

Köster:Malte Kortz aus der Dritten wird wahrscheinlich einspringen. Er kann sowohl im Tor als auch im Feld spielen. Ich kann jetzt meine Fußprobleme auskurieren und werde versuchen, das Team von der Seitenlinie zu unterstützen.

Was fehlt Sottrum eigentlich zu einem Spitzenteam?

Köster:Die Breite – wir haben nur einen ganz schmalen Kader. Wenn dann, wie gegen Westerholz, Buckenberger, Stelling, Heinsohn und Fröhlich nicht dabei sind, ist es schwer, das zu kompensieren.

Also doch lieber nicht in die Bezirksliga aufsteigen?

Köster:Ich weiß nicht, ob ein Aufstieg was bringen würde. Dann brauchen wir vier, fünf neue Leute, die auf Augenhöhe mit Matthias Michaelis oder Yannik Stelling sind.

Bleiben Sie Sottrum denn auch nächste Saison erhalten?

Köster:Ja klar. Ich hatte Anfang letzter Saison mal ein Probetraining beim TSV Ottersberg gemacht (Oberliga, Anm. d. Red.), das war auch alles sehr gut. Aber es hätte allein zeitlich keinen Sinn für mich gemacht. Und Profi werde ich eh nicht mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Kommentare