Wie geht’s weiter mit den Junior Hurricanes? / Konkurrenz droht

Eggers auf der Suche nach Antworten

Schwierige Situation für Helge Eggers: Die Corona-Krise beschäftigt den Coach der Junior Hurricanes sehr.
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Schwierige Situation für Helge Eggers: Die Corona-Krise beschäftigt den Coach der Junior Hurricanes sehr.
  • Lea Oetjen
    vonLea Oetjen
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Rotenburg/Scheeßel – Schwere Zeiten für die Junior Hurricanes und Coach Helge Eggers: Mit Blick auf die neue Saison in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) steht für das U 18-Team noch nahezu alles in den Sternen. „Es ist aktuell ein bisschen schwierig, einfach eine merkwürdige Situation durch die Pandemie“, bedauert Eggers. Ihm ist anzumerken, wie sehr ihn die sportliche Ungewissheit belastet. Mit welchen Spielerinnen kann der Verein noch planen? Wie wird der Abschied der vielen Leistungsträgerinnen kompensiert? Wie stehen die Chancen in der WNBL? Fragen über Fragen, auf die es bislang keine Antworten gibt.

„Ich habe wenig Kontakt zu den Mädchen, daher weiß ich aktuell nicht, was bei denen so los ist. Den Saisonabbruch musste ich für mich erst einmal sacken lassen“, offenbart Eggers. Die Corona-Krise habe ihn völlig aus der Routine geholt. Er habe sich eine Pause gönnen wollen. Daher steht bislang nur bei den Spielerinnen, die alterstechnisch ausscheiden, der Abschied fest. Dabei handelt es sich um Melda Tölle, Lotta Stach, Nike Fortmann, Nele Albrecht und Brisena Lekaj. Die Mannschaft muss also auf zahlreiche Leistungsträgerinnen verzichten. Zudem steht zur Debatte, dass Dayna Lorenz sich für ein Auslandsjahr nach Amerika verabschiedet – sofern die Corona-Krise das zulässt. Wie sich die Zukunft des restlichen Kaders gestaltet, ist unklar.

Starke Konkurrenz im Kampf um die besten Spielerinnen droht jedoch aus Schleswig-Holstein: Der SC Rist Wedel spielt in diesem Jahr die Qualifikation für die WNBL – als Trainerin steigt die frühere Hurricanes-Spielerin Constanze Wegner ein. Der Club gilt in seiner Quali-Gruppe als absoluter Favorit, der auch dem Eggers-Team gefährlich werden kann. Viele Spielerinnen der Junior Hurricanes kommen bekanntlich aus dem Raum Hamburg und hätten einen geringeren zeitlichen Aufwand, würden sie für den SC Rist Wedel spielen.

Bestes Beispiel? Genevive Wedemeyer. Sie hat in der abgebrochenen Saison mit Abstand die meisten Punkte für den Wümme-Club erzielt. Die Abiturientin spielt bereits seit einiger Zeit für die Regionalliga-Damen des SC Rist Wedel und läuft Gerüchten zufolge auch in den Aufstiegsrunden für den Verein auf. Sofern die Quali gelingt, müsste sie – so schreibt es das Reglement vor – in der Saison für die Schleswig-Holsteiner spielen. „Das wäre natürlich ein logischer Schritt“, muss Eggers gestehen, fügt aber an: „Die Mädels spielen bei uns mit der Perspektive auf die 2. Liga. Das darf man natürlich nicht vergessen.“

Fakt ist: Der Großteil der Leistungsträgerinnen steht vor dem Absprung. Ohne sie wird es schwer, ansatzweise die Chance auf etwas Zählbares in der WNBL zu haben. Das sagt auch Eggers. Zumal noch keine Gespräche mit möglichen Neuzugängen geführt werden. „Wir stehen im guten Kontakt zu Teams aus Bremen. Unsere Türen sind für alle Spielerinnen offen, die hier spielen wollen“, sagt er. So oder so: Es stehe fest, dass hart gearbeitet werden muss. „Wir müssen im Spiel eine gemeinsame Sprache sprechen. Die Rahmenbedingungen sind da. Jetzt müssen wir nur schauen, ob wir das Gerüst mit Leben füllen können.“

Von Lea Oetjen

Noch ist nicht klar, ob Genevive Wedemeyer nächste Saison im Kreis Rotenburg spielt. Sie könnte es mit dem SC Rist-Wedel in der WNBL versuchen. Fotos: Freese
Lotta Stach darf nicht mehr für die Junior Hurricanes spielen. Die Leistungsträgerin ist mittlerweile zu alt.

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