RSV-Reserve verspielt Sieg in Schlussminute

Edels Doppelpack nicht veredelt – 4:4

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Hart umkämpft: Rotenburgs Adnan Abdulkadir (r.) versucht hier, Langwedels Daniel Throl vom Ball zu trennen. ·

Rotenburg - Von Malte VölzMit hängenden Köpfen verließen die Spieler des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II nach dem 4:4 (2:2) gegen den FSV Langwedel-Völkersen den Rasen des Rotenburger Ahe-Stadions.

Ein schon geglaubter „Dreier“ wurde in der letzten Minute durch das Tor von Janek Kamermann zum Albtraum – und das trotz einer 4:2-Führung. RSV-Trainer Joachim Kroll zeigte sich alles andere als überrascht und meinte: „Solche Spiele hatten wir schon oft. So eine Partie müssen wir nach Hause spielen.“

Alles begann jedoch nach Vorgabe des Trainers: Die Platzherren dominierten die Partie und machten früh Druck, vor allem über die Außen Adnan Abdulkadir und Dogan Örper. Abdulkadir (2.) und Andrej Edel (5.) hatten die ersten Chancen, ließen diese bis zur zwölften Minute aber ungenutzt – ehe Edel aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung traf. Wie aus dem Nichts glichen die Gäste durch Janek Kamermann aus (24.) und gingen kurze Zeit später durch Jakob Glaser sogar in Führung (34.).

Sascha Lindhorst, Trainer der Langwedeler, erklärte: „Das war ein Sieg der Moral. Allerdings haben wir uns das Leben bei den Gegentoren selbst schwer gemacht.“

Recht hatte er, denn in der 39. Minute glich Patrick Werna zum 2:2-Halbzeitstand aus. Vorausgegangen war ein desolater Stellungsfehler der gegnerischen Abwehr.

Nach dem Seitenwechsel machte der RSV wieder das Tempo, und Andrej Edel traf nur 25 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zur 3:2-Führung (46.). Sehenswert erhöhte wenige Minuten später Tobias Delventhal per meterhohem Lupfer über Gäste-Keeper Stefan Adler auf 4:2 (61.). Möglichkeiten, die Führung auszubauen, waren vorhanden, blieben aber ungenutzt. So scheiterten Doppeltorschütze Edel (62.) und Delventhal (65.) an Schlussmann Adler.

Der Knackpunkt aus Rotenburger Sicht war ein katastrophaler Rückpass von Abdulkadir aus dem Mittelfeld zu Libero Dariusz Sztorc. Alexander Stockmann reagierte sofort und brauchte den Ball nur noch einzuschieben (69.), ehe Kamermann die Rotenburger Sieg-Träume begrub (90.).

„Der Gegner hat eine gute Mannschaft. Ich hatte gedacht, uns erwischt es noch härter. Vor allem, weil der Sturm bei denen so gut drauf war“, sagte Lindhorst, der mit seinem Team zuletzt vier Mal in Folge verloren hatte.

„Wir haben vier Gegentore kassiert, drei davon waren Standards vorausgegangen“, ärgerte sich Kroll. Auch Angreifer Tobias Delventhal ging nach der Partie mit seinen Mitspielern hart ins Gericht und fauchte: „Das ist doch Scheiße!“ Der verletzte Tim Potratz formulierte es nicht so drastisch: „Wir haben hier zwei Punkte verloren.“

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