Sottrum nach 3:1 gegen Westerholz weiter im Titelrennen 

Edel spielt mit dem Wind

Der Westerholzer Jan Ostenfeld (vorne) hatte eine schweren Stand, hier stoppt Eike Buckenberger den Goalgetter.

Sottrum - Von Matthias Freese. Mit dem fünften Sieg in Serie wahrt der TV Sottrum seine Titelchancen in der Fußball-Kreisliga. Am Ostersamstag kam der Tabellenzweite in der Anfang September abgebrochenen und deshalb neu angesetzten Partie gegen den TuS Westerholz zu einem souveränen 3:1 (2:0)-Heimerfolg und baute den Vorsprung vor dem direkten Verfolger Heeslinger SC II wieder auf sechs Zähler aus. Am Montag können die Sottrumer mit einem weiteren Dreier im Nachholheimspiel gegen den SV RW Scheeßel sogar bis auf vier Punkte an Spitzenreiter SV Ippensen heranrücken.

„Wir sind relativ stabil, aber erst, wenn wir das Wochenende sechs Punkte geholt haben, können wir über unsere Ziele sprechen“, bemerkte Sottrums Coach Vitalij Kalteis. Der TuS Westerholz verpasste dagegen einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt und musste nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen mit sieben Zählern wieder eine Niederlage einstecken. Eine verdiente, wie auch Trainer Peter Ludwig einräumte: „Wir haben die ersten 30 Minuten gut mitgespielt, aber die beiden Sottrumer Tore haben uns den Zahn gezogen.“

Von allzu großer Rivalität aufgrund der Ereignisse vom September, als die Partie bei Westerholzer 2:0-Führung kurzfristig wegen starken Regens und Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen worden war sowie einige Nebengeräusche nach sich gezogen hatte, war nichts zu spüren. Peter Ludwig bestätigte: „Das ist eine alte Geschichte – die ist vorbei.“ Die Partie verlief auch sonst fair, zudem gewährte der TV Sottrum allen Zuschauern freien Eintritt und verteilte bunte Ostereier.

Fairplay im Derby: Sottrums Doppeltorschütze Andrej Edel (l.) hilft Marvin Bénet (r.) hoch.

Ludwig hatte auch ganz andere Sorgen, denn er besaß zwar reichlich Offensivspieler im Kader, aber kaum noch Defensivkräfte. Zudem musste er unmittelbar vor dem Anpfiff noch umbauen, nachdem auch Innenverteidiger Jan-Philipp Thom verletzt ausfiel. So mussten einige Akteure auf ungewohnten Positionen spielen – unter anderem Marvin Bénet als Sechser ran. „Da kann ich im Moment nicht nach fragen“, meinte Ludwig. Aber auch Sottrum musste früh umplanen – in der elften Minute schied bereits Rico Hesse verletzt aus, kurz vor der Pause Henrik Bulkowski, beide mit einer Oberschenkelverletzung. Marvin Meyer und Nico Fröhlich kamen dafür ins Spiel. „Stammplatzkandidaten – da kann kein Bruch ins Spiel kommen“, wusste auch Kalteis und hatte Recht.

Hatte Jan Ostenfeld nach einem Konter noch die Gästeführung verpasst (30.), gelang Matthias Michaelis kurz darauf das 1:0 nach einer starken Vorarbeit seines Sturmpartners Andrej Edel (32.). Nur fünf Minuten später revanchierte sich Michaelis, indem er den Ball auf Edels Kopf flankte und Keeper Patrick Schulze ihn durchflutschen ließ – 2:0.

Nach dem Seitenwechsel hätte Sottrum früh alles klarmachen können, doch sollte es bis zur 72. Minute dauern. Da nutzte Edel quasi ein Zusammenspiel mit dem Wind, der ziemlich heftig über dem Sottrumer Platz wehte. Seine Flanke wurde jedenfalls unhaltbar für Schulze in den Winkel geblasen. „Klar gewollt“, meinte Edel später im Scherz und wunderte sich selbst: „Im Moment klappt irgendwie ganz schön viel.“

Die Westerholzer besaßen im Grunde nur eine Chance im zweiten Durchgang – diese nutzten sie jedoch. Eine Vorarbeit von Jan Ostenfeld drückte Nils Rathje über die Linie (88.). Doch so richtig in Gefahr geriet der Sottrumer Sieg zu keiner Zeit. „Hut ab, die Jungs haben das gut gemacht. Wir haben zwar zehn Minuten gebraucht, aber das war effektiv und sehr souverän. Auch hinten haben wir gut gestanden“, resümierte Vitalij Kalteis.

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