„Tut mir leid, ich bin Torjäger“

Tabellenführer Sottrum setzt beim 8:2 noch einmal ein Ausrufezeichen

Sottrums Mittelfeldakteur Lennart Holzkamm (vorne, gegen den Hesedorfer Kristian Eichelkraut) durfte nach langer Zeit mal wieder von Beginn an ran – und erlebte prompt ein 8:2 live mit. - Foto: Woelki
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Sottrums Mittelfeldakteur Lennart Holzkamm (vorne, gegen den Hesedorfer Kristian Eichelkraut) durfte nach langer Zeit mal wieder von Beginn an ran – und erlebte prompt ein 8:2 live mit.

Sottrum - Von Nicolas Tréboute. In der 60. Minute herrschte bereits gute Stimmung auf der Bank des Fußball-Kreisligisten TV Sottrum. „Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi“, raunte Steffen Mech seinem Teamkollegen Waldemar Ott augenzwinkernd zu, als dieser gerade für Kay Slominski in die Partie kommen sollte.

Kurz darauf war es dann der ebenfalls eingewechselte Mech, der sich in den Vordergrund drängte. Auch wenn sein Treffer zum 7:1 beim 8:2 (4:1)-Schützenfest seiner Mannschaft gegen den überforderten MTV Hesedorf von der Bedeutsamkeit wohl knapp hinter dem WM-Siegtor von Mario Götze rangiert.

„Nachdem wir hier auf der C-Anlage schon einige Zähler haben liegenlassen, war das zumindest ein versöhnlicher Abschluss“, war Sottrums Übungsleiter Vitalij Kalteis mit seiner Elf zufrieden. Im neuen Jahr trägt der Tabellenführer seine Heimspiele wieder auf dem Sportplatz „Alte Dorfstraße“ aus.

Doch Kalteis wäre nicht Kalteis, wenn er trotz des überzeugenden Auftritts seiner Mannschaft nicht etwas zu beanstanden hätte: „Die beiden Gegentreffer ärgern mich schon, zumal sie einfach unnötig waren.“ Beim frühen Führungstreffer der Gäste startete Angreifer Kristian Reitmann durch. Keeper Tobias Engel versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war und holte Reitmann im Strafraum von den Beinen. 

Den berechtigten Elfmeter verschoss der Gefoulte zunächst, staubte aber nach Engels Parade zum 1:0 ab (5.). Doch dies war für den Primus offenbar ein Weckruf: Linksverteidiger Eike Buckenberger zog aus knapp 18 Metern aus der Drehung ab – über den Innenpfosten landete der Ball im Tor (10.). Kurzzeitig plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, ehe die „Andrej-Edel-Festspiele“ begannen. 

Beim 2:1 (26.) wurde der Sottrumer Angreifer von Kay Slominski bedient. In der 35. Minute hatte Edel auf der rechten Seite viel Platz und passte auf Rechtsverteidiger Louis Jaugstetter, der sein erstes Saisontor markierte. Nur zwei Minuten später hatte Kapitän Matthias Michaelis keinerlei Mühe, nach uneigennütziger Vorarbeit Edels zum 4:1 einzuschieben.

„Wir verteidigen jetzt offensiver“

Spätestens zu diesem Zeitpunkt ergab sich der Aufsteiger in sein Schicksal, während sich die Kalteis-Elf in einen offensiven Rausch spielte. Jaugstetter fand Edel, der Hesedorfs Torhüter Nils Kieslich umspielte, dann noch zwei Abwehrspieler ins Leere rutschen ließ und souverän vollendete (55.). 

„Tut mir leid, aber ich bin Torjäger. Den muss ich selber machen“, entschuldigte sich Edel im Anschluss, dass er nicht noch einmal abgespielt hatte. Eine Minute später schraubte Finn Herwig das Resultat auf 6:1, ehe der nur drei Zeigerumdrehungen zuvor eingewechselte Mech traf (66.). Zwar betrieb Kreisliga-Toptorjäger Reitmann noch einmal Ergebniskosmetik (76.), doch nach einer Ecke Mechs wuchtete Innenverteidiger Dominik Reuter den Ball per Kopf zum 8:2-Endstand in die Maschen (81.).

„Wir verteidigen jetzt offensiver“, begründete Vitalij Kalteis den Torrausch von zwölf Treffern aus den letzten beiden Partien seiner Mannschaft.

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