Coach geht ins fünfte Jahr

Rotenburger SV: Ebersbach knackt den Rekord ‒ auch Drewes und Neugebauer verlängern

Viele Köche verderben ... nein, nein, nein – dieser Spruch scheint auf das Trainerteam des Rotenburger SV nicht zuzutreffen: Chefcoach Tim Ebersbach (2.v.r.), sein spielender Co-Trainer Christoph Drewes (2.v.l.) und Torwarttrainer Lars Neugebauer (l.) harmonieren sehr gut zusammen und haben den Verein in die Oberliga geführt. Jetzt hat das Trio verlängert. Vorne im Bild: RSV-Geschäftsführer Joschka Kleber.
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Viele Köche verderben ... nein, nein, nein – dieser Spruch scheint auf das Trainerteam des Rotenburger SV nicht zuzutreffen: Chefcoach Tim Ebersbach (2.v.r.), sein spielender Co-Trainer Christoph Drewes (2.v.l.) und Torwarttrainer Lars Neugebauer (l.) harmonieren sehr gut zusammen und haben den Verein in die Oberliga geführt. Jetzt hat das Trio verlängert. Vorne im Bild: RSV-Geschäftsführer Joschka Kleber.

Rotenburg – Im Sommer stellt Tim Ebersbach einen neuen Vereinsrekord beim Rotenburger SV auf – zumindest, was das letzte Vierteljahrhundert angeht. Und er löst dabei seinen einstigen Lehrmeister Andreas Becker ab. Der hatte die Fußballer von der Wümme zu Beginn des Jahrtausends vier Jahre lang am Stück gecoacht. Keiner der zehn folgenden Trainer sollte ihm das nachmachen – Ebersbach schon. Mehr noch: Er geht dann in sein fünftes Jahr. Bereits jetzt hat Peter Grewe, Präsident des Oberligisten, den Vertrag mit dem 40-jährigen B-Lizenz-Inhaber um eine Saison verlängert. Und nicht nur mit ihm. Auch der spielende Co-Trainer Christoph Drewes sowie Torwarttrainer Lars Neugebauer machen beim aktuellen Tabellensiebten weiter.

„Wir freuen uns, es waren nette Gespräche, und es ging alles relativ schnell“, erklärt Grewe. Beim Blick aufs Datum ist sich das oberste RSV-Vorstandsmitglied treu geblieben. Auch im vorherigen Jahr hatte er noch vor Weihnachten mit dem Trainerstab alles festgezurrt. Eine Saison zuvor, als Neugebauer noch nicht dabei war, lief es genauso ab, 2017 war die Personalie Ebersbach ebenfalls schon im Dezember durch.

Ebersbachs Bilanz: 43 Siege in 86 Punktspielen

Der bisherige Saisonverlauf mag eine Rolle gespielt haben, vor allem aber die abgelieferte Arbeit der gut harmonierenden Trainer. „Es ist alles eine Einheit, das zeichnet sich seit mehreren Jahren schon ab“, meint Grewe und betont, dass die Verlängerungen „völlig ligenunabhängig“ sind. Wenngleich der Präsident feststellt: „Es ist schon zum Ausdruck gekommen, dass alle gerne in der Oberliga bleiben wollen, weil sie auch gesehen haben, dass sie dort kein Kanonenfutter sind.“ Genau das kann Ebersbach, der dem Oberliga-Abenteuer durchaus mit ein wenig Skepsis entgegengeblickt hatte, bestätigen. „Uns macht die Oberliga richtig Bock. Wir wollen alles versuchen, um die Klasse zu halten“, bestätigt der Coach, der im Sommer 2017 nach dem Ende seiner aktiven Zeit als Spieler auf Andre Schmitz als Trainer gefolgt war. In 86 Punktspielen unter Ebersbach gab es bisher 43 Siege, 19 Unentschieden und 24 Niederlagen – macht einen Punkteschnitt von 1,72.

Der Oytener spricht auch für seine Mitstreiter, wenn er sagt: „Es ist ja klar, dass Rotenburg unser Baby ist. Und wir hatten das Gefühl, dass es beidseitig passt. Wir wissen, was wir am RSV haben, der Verein weiß, was er an uns hat.“ Und selbst, wenn es am Ende wieder zurück in die Landesliga gehen würde, sieht Ebersbach keine Gefahr, dass „die Mannschaft auseinanderbrechen würde“ und er einen Neuaufbau initiieren müsste. Vielmehr sieht er noch viel Potenzial im Team: „Das Ding ist noch nicht ausgekaut, wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung“, prophezeit er. Der Weg, auf Talente aus der Region zu setzen, soll auch künftig gegangen werden. „Wir haben gemerkt, dass die Oberliga uns durchaus auch geholfen hat, interessanter für junge Spieler zu werden“, denkt Ebersbach etwa an Sämi van den Berg oder Luca Althausen. Die beiden hätten sich eine Liga tiefer wohl eher nicht für den Verein entschieden. „Der RSV ist von der Wahrnehmung her mehr in den Fokus gerückt“, meint der Coach.

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