RSV-Routinier verletzt sich

Ebersbach-Aus bei Nullnummer

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Bitter für den RSV: Tim Ebersbach hat sich wohl einen Bänderriss zugezogen und wird von Imke Buthmann und Jannis Niestädt vom Feld geführt (Bild links). Kevin Klützke nimmt derweil das Bein gegen Nico Zemke etwas zu hoch und sieht dafür Gelb.

Lüneburg - Von Matthias Freese. Was ist dieser eine Punkt am Ende wirklich wert? „Warum sollte das zu wenig sein?“, fragte Andre Schmitz, Trainer des Rotenburger SV, Sonnabend nach dem 0:0 am drittletzten Spieltag der Fußball-Landesliga beim SV Eintracht Lüneburg.

Dann studierte er in seinem Handy schnell noch die Tabelle und betonte: „Wir sind über dem Strich.“ Allerdings galt das nur für 25 Stunden, denn am Sonntag zog der FC Verden 04 (1:0 bei Teutonia Uelzen) vorbei und der RSV auf den Abstiegsplatz zurück.

Ebersbachs Spiel nach sieben Minuten verletzungsbedingt beendet

Es ist nicht nur die Frage, ob dem RSV der Zähler auf der Hasenburg, der Sportanlage der Lüneburger Eintracht, am Ende tatsächlich nützt. Es stellt sich auch die Frage, ob Routinier Tim Ebersbach überhaupt noch einmal auflaufen wird. Für den künftigen Coach könnte die Partie das letzte Spiel seiner Karriere gewesen sein, denn er schied bereits in der siebten Minute verletzt aus. Der 36-jährige Innenverteidiger hatte gerade vor David Mehl geklärt, als er laut aufschrie, weil er offensichtlich in ein Loch getreten war und sich den Fuß verknickt hatte. „Ich glaube, es war kein Fremdkontakt da, aber die Bänder sind durch“, meinte er in der Halbzeit selbst. „Ich habe das erste Mal seit Jahren eine Verletzung, durch die ich wohl ein paar Wochen raus bin.“ Ausgerechnet jetzt.

Schmitz musste umbauen, zog Kapitän Kevin Klützke von der Sechs zurück und brachte Sercan Durmaz. Trotz der Umstellung hatte der RSV in einem chancenarmen Spiel ein leichtes Übergewicht. „Wir haben uns gewehrt gegen die Härte“, fand Schmitz. Insbesondere Durmaz tat es, als er sich Gelb abholte, der von ihm Gefoulte Felix Reinecke aber mit einem dicken Ei am Knöchel ausschied (33.). Die beste RSV-Chance in Durchgang eins vergab David Airich, dessen Schuss von Mateusz Lawniczak abgeblockt wurde (23.). „Unsere Defensive stand wieder sicher, die haben aber auch nichts zugelassen. Wir haben uns neutralisiert“, stellte Schmitz fest. Zudem lahmte das Rotenburger Flügelspiel an diesem Tag. „Definitv“, räumte der Trainer ein, wenngleich er meinte: „Unsere Leistung war in Ordnung.“

Wetterbedingte Unterbrechung: Donner aber kein Regentropfen

Für etwas Kopfschütteln sorgte indes Referee Tom-Florian Holzky (VfB Walsrode), als er nach dreieinhalb gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit die Partie unterbrach, weil es in der Ferne ein Mal geblitzt hatte und Donnergrollen zu vernehmen war. Nach zehn Minuten, in denen nicht ein Tropfen fiel, ging es weiter – fortan plätscherte die Partie aber vor sich hin wie der nun einsetzende Regen. Einen platzierten Schuss von Patrick Peter lenkte Lüneburgs Keeper Pawel Dabrowski zur Ecke (57.). Die Gastgeber kamen indes kurz vor dem Ende zwei Mal gefährlich vor das Rotenburger Tor, doch Jannis Niestädt spitzelte gegen Lawniczak den Ball weg (87.) und klärte auch rechtzeitig gegen Alexander Beis (89.).

„Lüneburg steht nicht von ungefähr in der Rückrunden-Tabelle weit oben. Von daher ist der eine Punkt gut“, glaubt Ebersbach. Allerdings ist der Druck dadurch nicht geringer geworden und auch Schmitz bemerkte im Hinblick auf das Heimspiel gegen Tabellenführer Eintracht Celle am Freitag: „Da müssen wir jetzt drei Punkte holen.“

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