Nach dem 2:1 des RSV bei Mickelats Zevenern ist die Zeit für Geschenke gekommen

Durmaz bringt Abschiedssieg

Sercan Durmaz (links, gegen Zevens Ibrahin Diarrasouba) sorgte für das sportliche Abschiedsgeschenk für Coach Jan Fitschen – er erzielte den 2:1-Siegtreffer. - Foto: Krause

Zeven - Von Manfred Krause. Die Partie hatte nur noch Freundschaftsspiel-Charakter: Der Rotenburger SV hat sich mit einem 2:1 (1:1)-Sieg beim längst als Absteiger feststehenden Kreisrivalen TuS Zeven verabschiedet und beendet die Saison in der Fußball-Landesliga auf dem vierten Platz.

Die Zevener Elf um Spielertrainer Björn Mickelat hatte zwar in Halbzeit eins die besseren Chancen, war im Abschluss aber zu schwach. Das mögliche 1:0 der Gastgeber verhinderte RSV-Keeper Henner Lohmann, der nach einem Freistoß von Toni Schulz souverän den Schuss von Stürmer Kai Wennholz hielt (3.). Im Gegenzug scheiterte Timo Kanigowski aus der Distanz, Torhüter Maurice Meyer klärte per Fußabwehr.

Die bessere Spielanlage hatte die Elf von Coach Jan Fitschen, die sich im Mittelfeld ein Übergewicht erspielte. Doch der letzte Pass kam bei den Offensiv-Kräften Patrick Peter und Patrick Klee zu selten an. Mächtig Dusel hatte der RSV, als Josch Vahjen nach einer Flanke von Björn Mickelat freistehend mit einem Flugkopfball das 1:0 liegen ließ (9.). Wennholz verzog zudem ein Zuspiel von Mickelat per Kopfball (16.). Nach einem Eckball von Mickelat traf Wennholz die Latte, der Abpraller fiel Jonas Hotsch vor die Füße, doch der lange Innenverteidiger wuchte die Kugel übers Tor (32.). Wie es besser geht, zeigte Patrick Peter beim 1:0 des RSV (35.). Er fackelte nicht lange, als ihm eine schlecht verteidigte Ecke vor die Füße fiel.

Die Gastgeber steckten den Treffer gut weg und glichen mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Jan Lindner (VfL Westercelle) aus: Yannick Wild nahm einen Mickelat-Pass geschickt an und hämmerte die Kugel aus der Drehung ins obere Eck.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir nichts mehr nachzusetzen“, räumte Mickelat ein. So kam der RSV zur verdienten Führung. Erneut war ein Eckstoß der Türöffner zum Tor (58.). Zevens Abwehr um Hans zu Jeddeloh brachte den Ball zu kurz aus der Gefahrenzone. So überraschte Mittelfeldspieler Sercan Durmaz mit einem verdeckten Schuss aus 18 Meter U 19-Torhüter Meyer. Tim Ebersbach hätte in der Schlussminute das Ergebnis ausbauen können, doch Meyer verhinderte mit einer Glanztat das 1:3.

„Wir sind froh, dass die Saison beendet ist. Hier ging es eher um nichts und das merkte man unserem Spiel schon an“, fand Jan Fitschen nach seinem letzten Spiel als RSV-Coach. Im Anschluss wurde er im RSV-Vereinsheim – wie auch die scheidenden Spieler Christoph Drewes und Lars Hamelmann sowie Physiotherapeutin Theresa Heuritsch – doch noch offiziell und mit einem Geschenk verabschiedet. Apropos Abschied: Während BW Bornreihe die Liga als Meister nach oben verlässt, muss Jahn Schneverdingen den Gang nach unten antreten.

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