RSV vollzieht unkomplizierten Trainerwechsel / „Für den Einstieg perfekt“

Duray geht – das ist die große Chance für Fitschen

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Konzentrierter Blick, Klemmbrett in der Hand: Beim Rotenburger SV übernimmt der bisherige Co-Trainer Jan Fitschen den Job als verantwortlicher Coach zur nächsten Saison von Benjamin Duray (2.v.r.). 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Diese Chance kommt nicht jeden Tag: Weil Coach Benjamin Duray nach zwei Jahren die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV verlässt, rückt sein „Co“ Jan Fitschen zur nächsten Saison in die erste Reihe. Darauf einigte sich der 31-jährige Trainer-Novize jetzt mit Thorsten Bruns, der vom Vorstand des Wümme-Clubs für die Personalgespräche beauftragt ist.

„Das war alles sehr spontan, aber diese Lösung bot sich geradezu an“, erklärt Bruns. Innerhalb von zwei Tagen sei alles über die Bühne gegangen, nachdem Benjamin Duray dem RSV – wie bereits erwartet – eine Absage erteilt hatte. „Ich glaube, der Verein braucht was Neues und ich selbst auch“, begründet Duray, warum er das Angebot der Kreisstädter nicht annahm. Noch hat er keinen neuen Verein. „Ich habe zwei konkrete Gespräche geführt und ein, zwei lose Anfragen. Da warte ich ab, was rauskommt“, zeigt sich der 34-Jährige aber recht entspannt.

Beim Rotenburger SV waren die Beteiligten schon länger auf der Suche nach einer Alternative. Mit André Koopmann (zuletzt TSV Dörverden) hatte ein Kandidat bereits abgesagt, ehe aus der Mannschaft heraus die Idee geboren wurde, Fitschen diese Aufgabe anzuvertrauen. „Jan hat gute Ideen, ist bestens vernetzt und hat einen guten Draht zum Team“, nennt Bruns die Vorzüge: „Wir geben ihm die Chance.“

Fitschen will sie nutzen, zumal auch er weiß, dass es nicht üblich ist, als Trainer-Neuling gleich in der Oberliga (oder im Falle des Abstiegs in der Landesliga) zu debütieren. „Für den Einstieg ist es natürlich perfekt. Ich freue mich drauf“, sagt der Bremervörder, der im Herbst die Prüfung zur C-Lizenz ablegen will und außer seiner Co-Trainertätigkeit bisher nur die D-Jugend des TuS Heeslingen zeitweise gecoacht hatte. „Das war vor x Jahren, und zwar der Jahrgang mit Philipp Barg-frede“, erinnert er sich.

Die Karriere auf dem Platz wird Fitschen im Sommer beenden, als Spielertrainer wird er nicht tätig sein. „Das würde ich kategorisch ausschließen“, betont er. Bei der Suche nach einem Co-Trainer hat er zugleich freie Hand, „ob ich da einen von unseren Jungs installiere oder aber einen externen hole“.

Ebenso wie Fitschen ist auch Thorsten Bruns nach dieser geklärten Personalie guter Dinge, dass das aktuelle Team nicht auseinanderbricht. Klar ist bisher nur, dass Björn Mickelat (Trainer beim TuS Zeven) und Marcel Costly (er soll in die Regionalliga oder 3. Liga wechseln) weg sind. „Ich rechne mit ganz vielen Zusagen, auch von den Leistungsträgern. Das wird jetzt Schlag auf Schlag gehen“, glaubt Bruns. „Und dann gucken wir mal, was noch auf dem Markt ist“, hat Fitschen bereits einen Akteur fest im Visier: Der schon seit Wochen mittrainierende Servet Kizilboga (zuletzt TuS Celle FC) soll zum RSV zurückkehren. „Ihn würde ich gerne haben, ein super Typ, der sich weiterentwickelt hat“, so Fitschen.

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