Das Duell der besten Torjäger

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Setzt sich der Diepholzer Goalgetter Kamil Chylinski (l.) mit seinem Team im Spitzenspiel durch oder ...

Rotenburg - Zwei Handball-Welten treffen aufeinander. Und das im Spitzenspiel der Oberliga Nordsee. Auf der einen Seite der ungeschlagene Tabellenzweite HSG Barnstorf/Diepholz mit nicht weniger als sechs Cracks aus Litauen, Polen, Serbien und Rumänien, auf der anderen Seite der Aufsteiger TuS Rotenburg mit einem Kader ohne Legionäre und fast ausnahmslos mit Eigengewächsen bestückt. Doch der ungleiche Hit am Freitag (20 Uhr) in der Diepholzer Mühlenkamphalle bietet noch mehr: Das Duell der besten Torjäger.

Beim Blick auf die Torschützenliste fällt auf, dass Rotenburgs 21-jähriger Linksaußen Lukas Misere auch in der Oberliga die Nummer eins ist – mit bisher 48 Toren in fünf Spielen. Direkt dahinter folgt Barnstorfs Pole Kamil Chylinski mit 45 Treffern, 18 davon allerdings per Siebenmeter. Hier verwandelte Misere wiederum nur drei. „Kamil ist von der Körpergröße her kein Shooter, aber er besticht durch seine Abgezocktheit, seine Wurfhärte sowie sein Wurfbild und ist sehr schnell“, lobt Trainer Dag Rieken seinen 24-jährigen Rückraumlinken.

... triumphiert doch Rotenburgs Torjäger Lukas Misere (r.) mit seiner Wümme-Sieben am Ende? - Fotos: Hägermann/Freese

Doch die HSG Barnstorf/Diepholz belässt es nicht bei nur einer ausländischen Verstärkung. Schon traditionell holt der sportliche Leiter Heiner Thiemann gerne Spieler aus Litauen. Keeper Donatas Biras, Rückraumakteur Arunas Srederis und der reaktivierte 39-jährige Tomas Lenkevicius, immer noch eine Säule in der Abwehr, stammen aus dem Baltikum. Hinzu gesellen sich noch der Serbe Stefan Beljic im Rückraum und der Rumäne Raul-Lucian Ferent als Linksaußen. Eine ungewöhnlich hohe osteuropäische Ansammlung in der Spielklasse. Der frühere Drittligist muss allerdings auf Abwehrspezialist und Kreisläufer Martin Golenia verzichten, der vor wenigen Wochen einen Kreuzbandriss erlitten hat.

„Barnstorf ist ein richtig fetter Brocken mit vielen starken Spielern. Sie sind in der Oberliga seit vielen Jahren auch wegen ihrer Heimstärke ganz oben dabei“, hat Rotenburgs Coach Nils Muche durchaus Respekt. Unverwundbar sind die Gastgeber jedoch nicht. Im HVN/BHV-Pokal verlor das Team das Spiel gegen den Verbandsligisten SG Neuenhaus/Uelsen mit 17:18 und schied aus.

Kein Wunder, dass Diepholz´ Coach Rieken vorsichtig ist und den nächsten Gegner lobt: „Rotenburg spielt mit seiner jungen Mannschaft eine sehr gute Saison. Wir müssen aufpassen.“ Beim TuS Rotenburg fehlen weiter Patrick Zahn (Rippenprellung) und Daniel Jäger (Schulterverletzung).

jho/maf

Das könnte Sie auch interessieren

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

IAEA-Chef verteidigt Atomdeal mit dem Iran

IAEA-Chef verteidigt Atomdeal mit dem Iran

Barkeeper: Vom Berufsrisiko Sucht und der Liebe zur Nacht

Barkeeper: Vom Berufsrisiko Sucht und der Liebe zur Nacht

Rohingya sollen zurück nach Myanmar: Wollen sie das?

Rohingya sollen zurück nach Myanmar: Wollen sie das?

Meistgelesene Artikel

Nach drei Niederlagen peilen die Avides Hurricanes die Wende an

Nach drei Niederlagen peilen die Avides Hurricanes die Wende an

20 Kandidaten gesucht

20 Kandidaten gesucht

Rathjen: Niederlage vor Gericht

Rathjen: Niederlage vor Gericht

Sottrum beim 5:3 gegen Stemmen bis zur letzten Minute gefordert

Sottrum beim 5:3 gegen Stemmen bis zur letzten Minute gefordert

Kommentare