Stemmens Brasilianer Douglas Grun erzielt Viererpack / Im Mai fünf Jahre da

Dribbelkünstler mit Torinstinkt

Glänzte nicht nur als Spielgestalter sondern auch als Matchwinner: Douglas Grun vom TV Stemmen. Beim 7:0-Kantersieg gegen den TSV Ottersberg II steuerte er gleich vier Treffer bei. - Foto: Woelki

Stemmen - Beim Fußball-Bezirksligisten TV Stemmen sind vor allem Martin Illinger und Hannes Bellmann für das Toreschießen beim TV Stemmen zuständig. Doch spätestens seit Montag dürfte sich die Konkurrenz vor einem weiteren Torjäger fürchten. Douglas Grun, seines Zeichens offensiver Mittelfeldspieler, schoss den TSV Ottersberg II beim 7:0 (3:0)-Kantersieg mit seinen vier Treffern (16./36., Foulelfmeter/42./47.) quasi im Alleingang ab. Damit legte Grun auch seine kleine Schwächephase ab, denn nach der Winterpause war er noch nicht richtig in Fahrt gekommen – bis Ostermontag.

„Die Winterpause war für mich irgendwie zu lang, wir konnten aufgrund des Wetters kaum trainieren und auch die Freundschaftsspiele sind fast alle ausgefallen“, erinnert sich der Rechtsfuß, der in den ersten vier Spielen in diesem Jahr „nur“ einen Treffer erzielt hatte. „Ich hatte auch schon in den vergangenen Partien viele Chancen, aber ich habe sie alle verballert und kein Glück gehabt. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt so gut geklappt hat“, fällt Grun eine Last ab.

Zur Galavorstellung von ihm hat aber auch die Vorgeschichte der Begegnung beigetragen. Das Spiel wurde am 22. November des vergangenen Jahres bereits ausgetragen, beim Stand von 3:1 für Stemmen aufgrund starken Schneefalls aber abgebrochen. „Das hat mich richtig geärgert und ich hatte das nicht vergessen. Ich war auf jeden Fall noch motivierter als sonst“, verrät Grun. Im Spiel durfte er sogar ausnahmsweise als Elfmeterschütze glänzen. „Weil Stefan Ehrke als Stammschütze vorher gefoult wurde und auch behandelt werden musste, habe ich den Job einfach übernommen“, erklärt Grun, der bereits am letzten Spieltag der Saison 2011/2012 gegen den MTV Wohnste beim 8:0 vier Treffer erzielt hatte.

Die wohl beste Fähigkeit des Brasilianers ist natürlich das Dribbling. „Das liegt mir sicher im Blut. Aber das kommt vor allem daher, dass ich früher in Brasilien sehr viel Futsal gespielt habe“, so Grun, der erst 2011 nach Deutschland kam und mittlerweile fließend Deutsch spricht. „Meine Tante wohnt in Stemmen und so habe ich das erste Jahr bei ihr gewohnt“, verrät der mittlerweile in Lauenbrück lebende Spielgestalter.

Dank seiner mittlerweile zehn Saisontreffern ist Stemmen unter anderem auch zehn Punkte von den Abstiegsrängen entfernt und kann schon fast für die nächste Saison planen. „Sechs bis neun Zähler brauchen wir aber schon noch, um ganz sicher zu sein.“ In den nächsten Jahren träumt Grun davon, in der Landesliga zu spielen. „Aber nur wenn wir mit Stemmen aufsteigen, denn ich will auf jeden Fall dort bleiben“, schwört Grun Vereinstreue. Denn mit Stemmen hat er schon einige Titel gesammelt. 2012 und 2013 gewann er die Hallenkreismeisterschaften und ist auch schon Kreispokalsieger (2011) sowie Kreisligameister (2014) geworden.

Im Mai ist Grun genau fünf Jahre in Deutschland und da passt es gut, dass er dann seine Ausbildung als Pflegeassistent abschließt.

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