Elfmeter vergeben – Druck nimmt nach 1:3 gegen Wunstorf zu / Schneider patzt

Drewes verpasst die Wende

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Sascha Schneider (l., gegen Wunstorfs Julian Geppert) kam vorne nicht durch – und patzte auch noch vor dem 0:1. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDie Zeit des Welpenschutzes ist vorbei – nach sechs Saisonspielen ohne Sieg und dem Verbleib am Tabellenende, lautet die Frage: Reicht das wirklich für die Fußball-Oberliga? Wohl kaum! In einer Heimpartie, die über weite Strecken lediglich Landesliga-Format hatte, setzte es für den Rotenburger SV eine 1:3 (1:1)-Pleite gegen den ungeschlagenen Aufsteiger 1. FC Wunstorf. Zu allem Überfluss sah der eingewechselte Jannick Heins auch noch Rot (86.).

RSV-Coach Benjamin Duray, der in der Schlussphase vom alles andere als souveränen Referee Björn Maertens (VfL Bienrode) ebenfalls auf die Tribüne verbannt worden war, reagierte erregt. Vor allem die Beleidigungen, die von der Wunstorfer Bank gekommen waren, erzürnten ihn auch nach dem Abpfiff maßlos. Gäste-Coach Jens Ullmann hatte verbal in eine der unteren Schubladen gegriffen, besaß aber immerhin die Courage, sich später vor den Kabinen persönlich zu entschuldigen: „Als 46-Jähriger darf ich mich nicht so verhalten.“

Apropos verhalten – so verlief die an Torchancen arme erste Halbzeit. „Wir wollten aus der Konterposition heraus kommen“, begründete Duray den Auftritt seines Teams. Er hatte nur eine echte Spitze aufgeboten und Sascha Schneider den Vorzug vor Maximilian Schulwitz gegeben. Doch ausgerechnet Schneider spielte in der 24. Minute in der Vorwärtsbewegung den fatalen Fehlpass auf Ahmet Kaya, der Daniel Boateng bediente – 0:1. „So’n Tor darfst Du nicht fressen, diese Dinger brechen uns das Genick“, redete Duray Tacheles. In der Pause revidierte er seine Entscheidung und brachte Schulwitz. Doch auch der fand keine Bindung zum Spiel und hatte kaum Ballkontakte. Auffälliger agierte da schon Herman Puhmann nach seiner Einwechslung (61.) bei seinem Heimdebüt.

Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, da Tim Ebersbach nach einem Freistoß-Trick von Björn Mickelat und der Kopfball-Hereingabe durch Christoph Drewes aus der Nahdistanz getroffen hatte (42.). „Wenn ich sehe, wie sich einige bei uns bewegen – eine Frechheit“, haderte auch Wunstorfs Trainer Ullmann.

Höchst umstritten war die erneute Führung der Gäste (66.). Coach Duray plädierte für eine Abseitsstellung des Torschützen Tobias Alker, sein Keeper Henner Lohmann reklamierte aus anderem Grund: „Ich hatte die Hand auf dem Ball, und er tritt kräftig dagegen. Aber bei der Schiedsrichterleistung hat es mich nicht gewundert, dass er nicht pfeift.“

Im Tor der Wunstorfer verhinderte kurz darauf der starke und erstmals eingesetzte Tobias Schiller die zweite hundertprozentige RSV-Chance mit einem klasse Reflex – nach einem Kopfball von Sercan Durmaz (29.), war es nun ein Freistoß von Drilon Demaku (67.). Die dickste Möglichkeit setzte derweil Innenverteidiger Christoph Drewes an den Pfosten, einen Strafstoß nach klarem Foul von Nico Behrendt an Colin Heins (81.). „Wenn wir den machen, steht es 2:2 und wir haben vielleicht das Glück, dass Wunstorf den Faden verliert“, meinte Henner Lohmann. Stattdessen kam es in der Schlussphase für den RSV richtig dicke – Rot gegen Jannick Heins wegen Schiedsrichterbeleidigung und das 1:3 durch Leutrim Kabashi (90.).

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