Rotenburger SV II beim torlosen Derby mit Vorteilen

Drewes und Tinzmann haben leichtes Spiel mit Sottrum

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Rotenburgs Stürmer Mark-Michael Völker (l.) übt Druck auf den ballführenden Dominik Reuter aus. Der Sottrumer Verteidiger stand in der zweiten Hälfte zwei Mal im Zentrum umstrittener Szenen, sah Gelb und hätte fast einen Strafstoß verursacht. 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Stadionsprecher Carsten Böder dachte bereits an die „Nachspielzeit“ und verkündete via Mikrofon: „Die Entscheidung fällt dann wohl heute Abend im Bayernzelt.“ Oder in Halle 7 – jedenfalls auf dem Freimarkt, so die Vermutung. Im Ahestadion gab es im Derby und Gipfeltreffen der Fußball-Kreisliga zwischen dem Rotenburger SV II und dem TV Sottrum nämlich keinen Sieger. „0:0 – das ist doch völlig in Ordnung“, kommentierte RSV-Stürmer Mark-Michael Völker das torlose Remis. Dabei war sein Tabellenzweiter dem Sieg vor gut 200 Zuschauern deutlich näher als der Spitzenreiter aus Sottrum.

Auch Vitalij Kalteis, Coach der Gäste, wusste, dass sein Team durchaus Dusel hatte. „50 Prozent haben hier zum Punkt gereicht“, bemerkte er und schob hinterher: „Was den Leistungsstand angeht, habe ich nicht die Mannschaft gesehen, die ich erwartet hatte. Da müssen wir im Training noch mal ins Detail gehen.“ Auch Mittelfeldakteur Waldemar Ott, seit Sommer Sottrumer und noch einer der Aktivposten, gestand nach dem Auftritt an alter Wirkungsstätte: „Das war zu wenig. In der ersten Halbzeit haben wir Angsthasenfußball gespielt.“

Umstrittene Szenen mit Dominik Reuter

Nach vorne setzte der Klassenprimus – zunächst ohne den erkälteten Matthias Michaelis – in der Tat kaum Akzente und war viel zu zögerlich. Das änderte sich auch nicht, als Kalteis nach der Pause den 30-jährigen Offensivmann brachte. Die Rotenburger Verteidigung war stets Herr der Lage. Und Spielertrainer Christoph Drewes fand: „Ich habe noch nie so einen ruhigen Job zusammen mit Florian Tinzmann in der Innenverteidigung gehabt.“

Sottrums Sechser Helge Osmers lud die Rotenburger kurz vor der Pause sogar noch ein. Er verlor den Ball an Völker, der wiederum an Keeper Tobias Engel scheiterte (42.). Insbesondere in der letzten Viertelstunde des Spiels bettelte Sottrum förmlich um das Gegentor. Und ein Familienduell sollte Anlass zur Diskussion geben: Der eingewechselte Rotenburger Daniel Reuter wurde nach einem langen Ball von Drewes von seinem für Sottrum verteidigenden Bruder Dominik Reuter zu Boden befördert. Da der Verteidiger letzter Mann war, war er mit der Gelben Karte gut bedient (74.). Kurz darauf vereitelte Engel eine weitere Großchance von Tinzmann, ehe die nächste kribbelige Entscheidung von Referee Günter Bassen (SV Ippensen) folgte. Nach einem Pfostenschuss von Rotenburgs Borreir Nasir kam Erste-Herren-Leihgabe Andreas Kiel im Strafraum an den Ball, Dominik Reuter ihm dabei allerdings in die Quere (78.). Bassen pfiff nicht, während Kiel beteuerte: „Das war ein klarer Elfmeter, so was von safe. Sogar mein Schuh ist kaputt.“

Kiel war denn auch nicht wirklich vom Remis begeistert. „Hier hat doch nur eine Mannschaft gespielt“, stellte der Flügelspieler fest, während sein Coach von „zwei verschenkten Punkten“ sprach: „Wir hätten irgendwie das dreckige 1:0 machen müssen“, fand Drewes. So musste das Spiel dann doch noch in der Verlängerung auf dem Bremer Freimarkt entschieden werden, Ausgang unbekannt ...

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