RSV-Finalsieg gegen Heeslingen

Christoph Drewes entdeckt seinen Torinstinkt

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Als Matchwinner im Finale durfte Christoph Drewes den Pokal für den Rotenburger SV entgegennehmen. Fotos:

Tarmstedt - Henner Lohmann, Stammkeeper des Rotenburger SV, saß aufgrund seiner Fußverletzung mit Spezialschuh und Gehhilfen auf der Tribüne der Tarmstedter KGS-Halle. „Wenn alles gut läuft, darf er pünktlich zur Vorbereitung wieder einsteigen“, berichtete Coach Tim Ebersbach.

Sollte es länger dauern, hat der Fußball-Landesligist aber auch kein Problem im Kasten. Neben Tom Knaak und Torwarttrainer Lars Neugebauer hat sich Ebersbach selbst in den Kreis der Alternativen gespielt. Beim Kösters Hallencup wurde er nach dem 2:1-Finalsieg gegen den Heeslinger SC als bester Keeper des Turniers geehrt. Bis zum Finale hielt der 39-Jährige sein Tor sauber – ohne Handschuhe!

500 Euro Prämie für Platz eins, Auszeichnung für Ebersbach – das war aber längst noch nicht alles, was der RSV beim Hallenturnier des TSV Bülstedt/Vorwerk (nach herkömmlichen, nicht nach Futsal-Regeln) absahnte. Yannick Chwolka, neben Heeslingens Darvin Stüve mit vier Treffern erfolgreichster Torjäger, wurde sogar zum besten Spieler der Veranstaltung gekürt. Zudem hat er wohl einen Brustkorb aus Stahl, mit dem er im Halbfinale gegen den Klassenrivalen TSV Ottersberg auf der Linie einen Hammer von Jannik Tölle regungslos abblockte. Für die Tore zum 2:0-Sieg sorgten derweil Florian Tinzmann und Björn Mickelat.

Florian Tinzmann (l.) vom Rotenburger SV versucht, Moritz Dodenhoff vom Heeslinger SC zu stellen.

Im Finale setzte jedoch Christoph Drewes die Highlights. Dort schien der Abwehrchef seinen Torinstinkt entdeckt zu haben – das 1:0 entsprang ebenso wie der 2:1-Siegtreffer seinem Fuß. „Das waren die entscheidenden Dinger“, wusste er durchaus um seinen Anteil am Erfolg. Zwischendrin hatte der 18-Jährige Moritz Dodenhoff aus Heeslingens Niedersachsenliga-A-Jugend – ein gebürtiger Rotenburger, gereift beim SV Werder Bremen – ausgeglichen.

Gerangel um den Ball: Sottrums Finn Herwig (l.) „bearbeitet“ den Ottersberger Arthur Janot.

Während die Heeslinger einen Mix aus Oberliga- und Bezirksliga-Kader auf Feld schickten, setzte der RSV auf Routine und bot auch die früheren Erste-Herren-Spieler Tinzmann und Kevin Klützke auf. „Dass wir mit so einer Mischmasch-Mannschaft so dominant sind, darauf können wir echt stolz sein. Aber man sieht, dass wir nichts verlernt haben“, stellte Drewes fest. Vor allem taktisch agierte der RSV ausgesprochen clever, sodass sich auch Stefan Horeis, der Co-Trainer des nach der Gruppenphase ausgeschiedenen Bremenligisten SV Werder III, frühzeitig auf den Turniersieger festgelegt hatte: „Das Niveau ist überschaubar – bis auf Rotenburg. Es ist schon schade, wenn der Turniersieger quasi in der Vorrunde feststeht“, meinte er.

Bester Keeper und bester Spieler des Turniers auf einem Bild: Tim Ebersbach (r.) und Yannick Chwolka.

Eine starke Vorrunde spielte auch Bezirksligist TV Sottrum, der die andere Gruppe gewann. Winterzugang Samet-Can Ögütcen traf dabei ausgerechnet beim 3:1 gegen Ottersberg, von dem er gerade erst gekommen war. Im Halbfinale war aber Endstation gegen Heeslingen – 0:1 durch Stüve. „Das war bitter, wir haben auch zweimal den Pfosten getroffen“, meinte Sottrums Lennart Holzkamm und merkte an, dass sein Team direkt im Anschluss das kleine Finale bestritt – das nutzten erholte Ottersberger für einen 4:0-Sieg.

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