Dressurreiterin ist auf Wilson Pickett erneut das Maß aller Dinge / Auch in Uetzingen vorne mit dabei

Maruhn feiert dritten Doppelsieg

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Dressurreiterin Esther Maruhn ist derzeit richtig gut drauf.

Bellen - Die Turniersaison könnte für Esther Maruhn (RV Kirchwalsede) nicht kribbeliger verlaufen: ein Turnier jagt das nächste und die Dressurreiterin brilliert mit ihren Pferden. 20 Mal wurde ihren Vierbeinern in diesem Jahr bereits die goldene Siegerschleife an die Trensen geheftet. Nun kamen vier goldene hinzu. Beim Turnier in Uetzingen hatte die Bellenerin auf dem vierjährigen Hannoveraner Der Wedemärker die Nase vorne. Mit der Wertnote 8,7 landete der bunte Fuchswallach seinen siebten Sieg in einer A-Dressurpferdeprüfung. Aber auch beim Turnier in Brockhöfe machte Maruhn wieder auf sich aufmerksam.

„Ich denke, dass Wedemärker eine besondere Zukunft vor sich hat. Er wird spürbar emotionaler für die Lektionen“, so Maruhn.

Erstmals mit einer Wertnote von mehr als 8,0 beendete der fünfjährige Hannoveraner Decamaro eine Dressurpferdeprüfung der Klasse L. Insbesondere die Galopparbeit des Dunkelfuchses ist frappierend. Somit war die Note 8,5 nur die logische Folge einer fulminanten Präsentation. Der Diamond-Hit-Sohn – seine Mutter ist eine Belissimo-Tochter – scheint für getragene Lektionen prädestiniert zu sein, weil seine Hinterhand-Aktivitäten dynamisch repetieren.

„Das beste Pferd, das ich in diesem jungen Alter bislang geritten bin“, so Maruhn, ist die fünfjährige Belissimo-Tochter mit dem bezeichnenden Namen Bellena – in Anlehnung an Maruhns Wohnort. In Uetzingen war sie erstmals in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L auf dem Viereck. „Die Stute gibt einem ein Reitgefühl, das ich so noch nie erlebt habe“, freut sich die Bellenerin über ihre Nachwuchshoffnung. Bellena erreichte Platz drei mit 7,8. „Sie ist äußerst sensibel und benötigt viel Vertrauen“, erklärt Maruhn.

Seine Premiere in einer anspruchsvollen Dressurprüfung erlebte der Hannoveraner Lionel Messi auf dem Turnier in Brockhöfe. Der erst sechsjährige Londontime-Sohn war das jüngste Pferd im Starterfeld. Das hielt den braunen Wallach mit den kraftvollen Bewegungen aber nicht davon ab, sogleich Anlauf auf eine vordere Platzierung zu nehmen: Das Duo erreichte in dieser technisch kniffeligen Prüfung der Klasse M 11, die höchste ihrer Kategorie, 69,66 Prozent. Einzig die fliegenden Galoppwechsel hagelten dem „Fußballer“ ins Kontor und vereitelten ein Resultat jenseits der 70-Prozent-Marke. Maruhn: „Ich bin dennoch zufrieden. Es war seine erste Prüfung mit Kandarre. Die Sicherheit wird noch kommen.“ Der erreichte zweite Platz für Lionel Messi war gleichwohl ein freudiger Hoffnungsschimmer.

Maruhns „Senior“ Wilson Pickett feierte bei seinem dritten Turnier in diesem Jahr nach Scharnebeck und Hannover in Brockhöfe seinen dritten Doppelsieg: Mit 73,3 Prozent im Prix St. Georges und mit 72,9 Prozent in der Intermediaire I. Der Wolkentanz I-Sohn ist die Zuverlässigkeit auf vier Beinen in den Prüfungen der Klasse S. In Brockhöfe scheute sich Richterin Julia Lehmann nicht, den Auftritt des nunmehr zehnjährigen Hannoveraners mit 76,9 Prozent zu quittieren; einer Wertigkeit, die nur sehr selten in dieser Höhe vergeben wird.

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