Goalgetterin Julia Schreiber kommt die Landesliga sehr entgegen

04 Julia Schreiber: Mit Dreierpack den Aufstieg perfekt gemacht

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Julia Schreiber

Kreis-Rotenburg - STEMMEN · Julia Schreiber legt Wert darauf, dass sie selbst entscheiden konnte: „Meine Eltern haben es mir immer offen gelassen“, betont die 20-Jährige.

Dennoch verwundert es kaum, dass die Stürmerin des TV Stemmen frühzeitig beim Fußball gelandet und auch da geblieben ist. Vater Heiko ist schließlich seit einer gefühlten Ewigkeit Trainer der Frauenmannschaft, Mutter Martina war lange Jahre eine der Leistungsträgerin des Teams. In ihre Fußstapfen tritt inzwischen Julia Schreiber, die maßgeblich Anteil am Aufstieg in die Landesliga hatte.

Die Landesliga – sie scheint ohnehin die bessere Liga für Julia Schreiber zu sein. In der regulären Bezirksliga-Saison markierte sie schon 19 Tore, jetzt, in der neuen Spielklasse, sind es nach der Hinrunde bereits elf – macht in der Torjägerstatistik Platz vier. „Im Moment läuft es. Die Liga kommt mir entgegen. Da wird schon mehr Fußball gespielt, das ist schon echt ein Unterschied, weil dort nicht immer von hinten rausgebolzt wird und der Ball nicht nur über dich rüberfliegt“, sagt die Lauenbrückerin, die in Rotenburg eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert.

Mit vier Jahren begann sie mit dem Fußballspielen, mit fünf bekam sie einen Spielerpass. „Aber in dem Alter ist das ja mehr Gänseblümchenpflücken“, sagt sie selbst schmunzelnd. Bei den Jungs mischte sie mit, bis sie zwölf war, mit 16 debütierte sie bei den Damen. Die letzte Saison war ihre wohl bisher erfolgreichste. „Das Pokalfinale war ein Highlight“, erinnert sich Julia Schreiber, auch wenn es mit 3:5 beim Buchholzer FC verloren ging. Der zweite Höhepunkt der Saison: Der Aufstieg über die Relegation. Dort erzielte die ehemalige Bezirksauswahlspielerin in der zweiten Halbzeit einen Dreierpack und war damit die Garantin für den 4:1-Sieg über Teutonia Uelzen.

Ihr großes Plus ist ihre gute Technik – „außerdem kann ich mit beiden Füßen schießen und habe ein ganz gutes Auge dafür, wo der Ball hin muss“, sagt Julia Schreiber über sich selbst. „Mein Kopfballspiel ist dafür noch ausbaufähig, da bin ich aber gerade am üben.“ Dass ihr Vater gleichzeitig auch ihr Coach ist, stört sie eigentlich nur in einem Punkt: „Von mir erwartet er immer etwas mehr. Sein Lob ist dann eher versteckt, da heißt es dann: Es wäre in Ordnung, aber es würde noch besser gehen“, erzählt Julia Schreiber lachend.

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