Drei Tore beim 4:2 in Rotenburg – Bothel übernimmt Spitze / Prinz sieht Gelb-Rot

Meinke entscheidet Derby

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Geschenkt wurde sich nichts. Auch Christoph Meinke (2.v.r.) musste einstecken – Lasse Müller macht ein langes Bein.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Verlierer begutachteten ihre Wunden, die Sieger feierten sich trotz mancher Blessuren. Aufsteiger TuS Bothel bleibt auch in der Fußball-Bezirksliga auf Erfolgskurs und nach drei Spielen unbesiegt. Durch einen 4:2 (2:0)-Derbyerfolg unter Flutlicht beim bisher ebenfalls ungeschlagenen Rotenburger SV II übernahm die Ullrich-Elf zumindest bis Sonntag die Tabellenführung. Möglich machte es Christoph Meinke mit seinen drei Toren.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten die Botheler. „Bleibt mal auf dem Teppich, Jungs“, merkte da schon Fußball-Boss Hans-Jürgen Schlifelner an, doch Coach Peter Ullrich beruhigte: „Das war doch nur ein Joke.“ Nicht aber die Tatsache, dass sich sein Team schnell in der neuen Klasse akklimatisiert hat und mit sieben Punkten vorne liegt.

Katerstimmung herrschte derweil bei der Rotenburger Reserve. Kurz nach dem Abpfiff übermittelte Co-Trainer Alexander Bese das für seine Elf enttäuschende Ergebnis per Textnachricht an Coach Dariusz Sztorc, der derzeit Urlaub in Polen macht. „In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht im Spiel und haben uns ohne Ball schlecht bewegt“, kritisierte Bese. Vor allem zwei frühe Nackenschläge erschwerten die Aufgabe für die Gastgeber: Erst durfte Christoph Meinke am zweiten Pfosten völlig freistehend vollstrecken (4.), dann lupfte er den Ball über den herauseilenden Keeper Sebastian Lauridsen, der damit auch Abwehrspieler Dominik Reuter verwirrte (12.). Regisseur Meinke, der schon bei Bothels 6:0 gegen den TSV Ottersberg II fünf Tage zuvor vier Mal getroffen hatte, war vor 150 Zuschauern nicht zu bändigen. „An alter Wirkungsstätte – das ist Motivation genug“, verwies er darauf, dass er in der Jugend für den RSV gespielt hatte. Und er merkte nach der Partie auf dem gefürchteten Platz drei schmunzelnd an: „Hier sind ja weniger Mücken als früher.“

Die Gastgeber fanden erst mit Beginn der zweiten Hälfte ins Spiel und hatten in den folgenden 20 Minuten ihre stärkste Phase, in der auch der Ausgleich gelang und die Wende in der Luft lag. Nach einem Freistoß von Kai Slominski, den Bothels Keeper Christian Riesebeck abklatschen ließ, staubte Reuter zum 1:2 ab (48.). Tobias Delventhal, Tim Potratz und Lasse Müller scheiterten noch (49./52./54.), ehe Marvin Meyer nach Potratz-Pass das 2:2 gelang (61.).

„Wie wir da aber wieder zurückgekommen sind, war klasse“, fand Peter Ullrich. „Ich bin selbst ein bisschen überrascht von der ganzen Geschichte.“ Sebastian Wichern schloss einen Meinke-Sololauf parallel zur Strafraumlinie und vorbei an drei Rotenburgern zum 3:2 ab (66.). Auf Kosten einer Gelb-Roten Karte unterband Julian Prinz mit einem überharten Einsteigen gegen Potratz eine letzte Kontermöglichkeit der Wümmestädter (90.). Und für die spielerischen Highlights sorgte eh Meinke, der in der Nachspielzeit erneut Lauridsen überwand – 4:2 (90.+1).

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