„Drei Jahre bis zur Bezirksliga“

Patrick Peter spricht nach Kreispokal-Aus über die Zukunft des VfL Visselhövede

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Auf Patrick Peter muss der VfL Visselhövede noch zwei Wochen verzichten.

Visselhövede - Von Jan Claas Rosebrock. Der VfL Visselhövede ist gerade erst in die Fußball-Kreisliga zurückgekehrt und wird schon jetzt bei einigen Konkurrenten als Geheimfavorit gehandelt. Patrick Peter will davon aber nichts wissen, wie er im Interview erzählt. Nach dem Pokal-Aus und vor dem ersten Punktspiel am Sonntag äußert sich der 29-jährige Führungsspieler zu den neuen Herausforderungen und den Zielsetzungen des Vereins.

Herr Peter, im Kreispokal hat Ihre Mannschaft mit 0:5 deutlich gegen den Ligarivalen TV Stemmen verloren. Was bedeutet dieser Dämpfer für den Punktspielstart?

Patrick Peter: Das war schon eine herbe Klatsche. Aber wir sind damit umgegangen, wie man eben mit herben Klatschen umgeht. Stemmen ist abgehakt und der Fokus liegt jetzt auf den nächsten Aufgaben.

Mit der SG Unterstedt kommt gleich im ersten Spiel ein Titelkandidat nach Visselhövede. Herrscht deswegen erhöhter Druck in der Mannschaft?

Peter: Unterstedt ist natürlich ein Name, den man mit Respekt behandelt. Aber in der Anfangsphase der Saison kommen eigentlich nur starke Gegner auf uns zu und wir werden uns sicher nicht verstecken. Die Mannschaft fiebert dem Auftakt sehr euphorisch entgegen und ich denke, dass die Vorfreude als Emotion aktuell überwiegt.

Der neue Trainer Jörg Beese wurde von Abteilungsleiter Claas Bargfrede bei seiner Vorstellung als „fußballbesessen“ beschrieben. War die Vorbereitung außergewöhnlich hart?

Peter: Das würde ich so nicht sagen. Wir haben eine Vorbereitung hinter uns, die aus meiner Sicht den Normen der Kreisliga entspricht und eine ähnliche Intensität gehabt haben dürfte wie die Vorbereitungen anderer Mannschaften auch. Wichtiger war bei der Auswahl des neuen Trainers, dass er frischen Wind reinbringt. Der Vorstand hat gezielt nach einem Außenstehendem gesucht, der neue Impulse setzt. Ich denke, dass Jörg dieses Kriterium erfüllt.

Wie geht die Mannschaft mit der Rolle des Geheimfavoriten um? Einige Spieler im Team wie Sie selbst, Oliver Dittmer oder Drilon Demaku bringen immerhin Erfahrungen aus hohen Klassen mit.

Peter: Das stimmt. Bei uns sind viele erfahrene und spielerisch versierte Jungs dabei. Wir haben mit 18 Leuten allerdings auch nicht den größten Kader. Falls drei bis vier Spieler ausfallen sollten, steht die Mannschaft schon vor Problemen. Außerdem sind wir noch immer in der Findungsphase. Erst wenn wir die Härtetests überstanden haben, werden wir sehen, wo wir stehen. Es gibt auch keinen Druck vom Vorstand, von Beginn an ganz oben mitzuspielen.

Aber ist es nicht ein mittelfristiges Ziel des Vereins, dass „Vissel“ wieder in der Bezirksliga vertreten ist?

Peter: Definitiv! Aber dieses Ziel ist wie gesagt mittelfristig angesetzt. Vereinsintern visieren wir einen Zeitraum von drei Jahren bis zum Wiederaufstieg in die Bezirksliga an. In dieser Saison wollen wir uns aber erst mal auf die Kreisliga konzentrieren und uns in dieser Spielklasse festsetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt wären wir für den Aufstieg noch nicht bereit.

Welche Veränderungen braucht die Mannschaft aus Ihrer Sicht, um diesen Schritt gehen zu können?

Peter: Der Kader muss sicherlich noch wachsen und sollte meiner Meinung nach um einige jüngere Spieler ergänzt werden. Aktuell sind kaum 18- bis 20-Jährige im Kader, aber auch diese brauchen wir, um den Wiederaufstieg irgendwann zu schaffen und die Klasse dann auch zu halten.

Sie selbst laborieren aktuell an einer Muskelverletzung. Wann genau werden Sie Ihrer Mannschaft wieder zur Verfügung stehen?

Peter: Ich werde mit meinem Bruder Mirko und meiner Mutter Elke demnächst bei einem Marathon in Reykjavik antreten. Da ich erfahrungsgemäß sehr lange benötige, um Muskelverletzungen auszukurieren, wollte ich nicht zu früh wieder mit dem Sport anfangen – auch, um nicht das Risiko einzugehen, den Marathon zu verpassen. Wir sind vom 15. bis 23. August auf Island, danach werde ich wieder mit der Mannschaft trainieren und spielen.

Wie haben Ihre Teamkollegen auf diese Entscheidung reagiert?

Peter: Dass ich mich schone, mag egoistisch gegenüber der Mannschaft wirken, aber die Jungs haben Verständnisfür meine Entscheidung. Ich habe lange auf den Marathon hintrainiert und es ist ein Ziel, dass ich schon lange vor Augen habe.

Peters Tipps

FSV Hesedorf/N. - TSV Gr. Meckelsen 1:1

MTV Hesedorf - Bremervörder SC 0:1

FC Ostereistedt/Rhade - TV Sottrum 0:3

TuS Zeven - SV RW Scheeßel 0:0

VfL Visselhövede - SG Unterstedt 1:0

TV Stemmen - MTSV Selsingen 1:1

TSV Bülstedt/Vorw. - SV Anderlingen 1:0

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