Die drei Fragezeichen

2:6 in Oberneuland bringt RSV wenig Erkenntnisse vor der Harsefeld-Partie

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Mit mächtig Power bestürmte Oberneuland (hier mit Ebrima Jobe) das Rotenburger Tor, sodass Sebastian Czimmeck (r.) schon gehörig aufpassen musste.

Einige Fragezeichen bleiben stehen. Im letzten Testspiel vor der Fortsetzung der Landesliga-Saison mit der Nachholpartie beim TuS Harsefeld (Sonntag, 15 Uhr) handelten sich die Fußballer des Rotenburger SV beim FC Oberneuland, dem Spitzenreiter der Bremenliga, eine 2:6 (1:2)-Niederlage ein.

Bremen - Dennoch merkte Coach Tim Ebersbach an: „Es war schon deshalb ein guter Test, weil er auf hohem Niveau stattfand.“ Doch welche Aufschlüsse gibt dieses Spiel im Hinblick auf das erste Pflichtspiel 2020? „Wenige“, räumte Ebersbach ein.

1. Fragezeichen: Das System

Coach Ebersbach wählte auf dem Bremer Kunstrasenplatz in der ersten Hälfte das ungewohnte 5-2-3. Kaum vorstellbar, dass er auch in Harsefeld mit einer Fünferkette aufläuft – jedenfalls nicht so defensiv ausgerichtet. „Das wird ein ganz anderes Spiel“, vermutet der Trainer selbst. Ein 4-3-3 oder 3-4-3 scheint also wahrscheinlicher. Doch gegen Oberneuland machte es Sinn, weil die Gastgeber von Beginn an so einen Druck – insbesondere über ihre rechte Angriffsseite mit Tim Kreutzträger – entwickelten, dass sich der RSV kaum zu befreien wusste. Das gelang erst nach 20 Minuten ein wenig. So egalisierte Max Friesen nach einem Konter in der 35. Minute auch clever den frühen Rückstand durch Onur Uzun (4.). Noch vor der Pause gelang Uzun aber das 2:1 für die Bremer, als Keeper Tom Knaak einen Tick zu spät herauskam und der Bremer ihn vor seinem Sechzehner überlupfte (41.). „Oberneuland hat viele Sachen überragend herausgespielt, wir mussten viel im Spiel gegen den Ball investieren“, sah Ebersbach aber auch den positiven Lernaspekt und stellte fest: „In der Landesliga gibt es keine spielerisch so gute Mannschaft mit diesem Tempo.“ Wohl wahr!

2. Fragezeichen: Die erste Elf

Neben Karol Karpus und Christoph Drewes agierte Sebastian Czimmeck als rechter Innenverteidiger im Abwehrzentrum, weil Stammkraft Yannick Funck im Urlaub weilte. Max Friesen und Marcello Muniz liefen als Außenverteidiger auf, Lucas Chwolka und Stefan Denker als Sechser. Jan Friesen, Michel Müller und Arthur Bossert stellten wiederum die Offensivreihe. Neben Funck fehlte mit dem verhinderten Tobias Kirschke ein weiterer Startelf-Kandidat. Außerdem waren mit Yannick Malende und Jannik Niepel weitere Alternativen nicht dabei. „Oldie“ Björn Mickelat kam erst zur zweiten Hälfte ins Spiel und erzielte auch prompt das 2:2 nach starken Ballgewinn von Jan Friesen (55.). Doch viele Wechsel brachten auch einen Bruch ins Spiel, sodass Oberneuland per Strafstoß von Affamefuna Ifeadigo (59.), erneut Ozun (64.) sowie zwei Treffern von Tom Keil (74./78.) zum 6:2 kam.

3. Fragezeichen: Der Zustand

Mit Knaak, Karpus, Drewes, Funck, Muniz, Denker, Lucas Chwolka, Jan Friesen, vermutlich auch Max Friesen und Bossert dürften neun bis zehn Startplätze bereits vergeben sein. Körperlich fit und damit bereit für Harsefeld scheint der RSV auch zu sein. Nur: Die fünf Testspiele in der Vorbereitung (drei Siege, zwei Niederlagen) lassen kaum Rückschlüsse auf den aktuellen Leistungsstand zu, da sie alle auf Kunstrasen ausgetragen wurden. Den hätte auch Harsefeld, aber eines der ersten Modelle, sodass selbst die Gastgeber nicht mehr gerne darauf gehen und es dementsprechend unwahrscheinlich ist, dass dort gespielt werden würde.

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