GW Rotenburg dominiert gegen Wettbergen mit 6:0 / Wuttke springt erfolgreich ein

Drei „Brillen“ und ein Frustessen

Lars Rademacher (l.) und Tarik Burina hatten im Doppel leichtes Spiel. Auch ihre Einzel gewannen sie souverän. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zlatan Burina ist schon lange im Geschäft. Also wusste der Tennis-Coach des Landesligisten TC Grün-Weiß Rotenburg auch genau, was die Zeit geschlagen hatte. „So, ich kann das Essen vorbereiten“, sprach der gebürtige Bosnier schmunzelnd, als sich beide Doppel in der Schlussphase befanden. Fast im Gleichschritt beendeten wenige Augenblicke später erst Sebastian Loss und Vincent Wuttke ihr Match mit einem 6:0, 6:0 gegen Marc Schulte und Kenneth Holsten, ehe nur einen Ballwechsel danach Tarik Burina und Lars Rademacher ihren hilflos wirkenden Gegnern Luc Bock und Dominik Schlösser die „Brille“ aufsetzten. Perfektes Timing also beim 6:0-Heimsieg des Spitzenreiters gegen den TuS Wettbergen aus Hannover.

„Das haben wir gut abgestimmt“, fand auch Tarik Burina, die Nummer eins der Rotenburger, angesichts der Punktlandung. So wenig Mühe wie seine Mannschaft in den Doppeln hatte, so zügig verliefen auch drei der vier Einzel. Einzig Ersatzmann Wuttke, der für den mit Wadenproblemen aussetzenden Philipp Barautzki ins Team gerückt war, benötigte drei Sätze, um mit 3:6, 6:2, 10:8 gegen Kenneth Holsten zu bestehen. Es war auch ein Sieg fürs Selbstvertrauen, nachdem der 20-jährige in der Reserve diese Saison bisher sieglos geblieben war. „Den ersten Satz hat Vincent noch verloren, weil er die Bälle zu viel zugespielt hat, ohne Druck. Das hat er im zweiten Satz geändert“, analysierte Coach Burina den Auftritt seiner Nummer vier.

Weniger spannend waren die anderen Einzel. Allen voran Sebastian Loss agierte im Duell der „Zweier“ gegen den 17-jährigen Luc Bock mit einer Konsequenz, die seinem Trainer imponierte. Ähnlich dominant zeigte Tarik Burina im Spitzeneinzel Marc Schulte die Grenzen auf. Lediglich eine kleine Auszeit gönnte er sich zu Beginn des zweiten Satzes – 6:0, 6:2.

Ähnlich klar hätte auch Lars Rademachers Match ausgehen müssen. Doch Rotenburgs Nummer drei erlaubte sich ein paar überflüssige Volley- sowie Rückhandfehler und war außerdem spürbar genervt von der nicht zu übersehenden Ballwurfschwäche seines Gegners Dominik Schlösser. Immer wieder brach er den Aufschlag ab, weil er die Filzkugel so schlecht nach oben befördert hatte, als wäre eine Windböe durch die Halle geweht. Andererseits profitierte Rademacher auch von vielen Doppelfehlern des Hannoveraners, der trotzdem im zweiten Satz kurzzeitig mit 4:3 in Führung ging. Es war auch das erste Mal, dass er selbst an die manuelle Anzeigetafel schritt, um den Spielstand zu aktualisieren. Der Rückstand weckte Rademacher auf – er gab fortan kein Spiel mehr ab und setzte sich mit 6:2, 6:4 durch.

Die Aufschlagschwäche der Gäste fand auch im Spitzendoppel ihre Fortsetzung. Die Gäste resignierten angesichts des Klassenunterschieds und ihrer eigenen Darbietung. Passend dazu: Als Schlösser mit einer Reihe von Doppelfehlern das 0:6 im ersten Satz besiegelt hatte, holte er sich erst einmal am Kuchenbüfett ein Fruchtstück – Frustbewältigung. Da passte es auch gut, dass sich Zlatan Burina bereits kurze Zeit später ums obligatorische Essen beider Teams kümmerte.

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