1:2 – und die Abstiegszone rückt näher

RSV dreht Partie in Lüneburg auch mit Drewes nicht mehr

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Björn Mickelat erzielte den Anschlusstreffer für den RSV noch vor der Pause – es blieb jedoch das einzige Erfolgserlebnis für sein Team in Lüneburg.

Rotenburg - Die Torflaute gestoppt, die Negativserie jedoch nicht: Die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV sind durch ihre 1:2 (1:2)-Niederlage beim SV Eintracht Lüneburg auf Platz sieben abgerutscht und liegen nach dem dritten sieglosen Punktspiel in Serie nur noch vier Zähler vor dem ersten Abstiegsrang. „Ärgerlich!“, betonte Coach Tim Ebersbach. „Die schwächere Mannschaft waren wir bestimmt nicht. Wir haben nur die ersten 20 Minuten verpennt.“ Doch eben das war verhängnisvoll.

Ebersbach hatte extra die langjährige Stammkraft Christoph Drewes erstmals in dieser Saison gebracht – und zwar von Beginn an, um der Abwehr mehr Lufthoheit zu verleihen. Dem eigentlichen Spielertrainer der Zweiten, der zusammen mit Timo Kanigowski die Innenverteidigung bildete, attestierte der Coach denn auch ein gutes Spiel.

Trotzdem kassierte der RSV zwei „völlig vermeidbare“ Tore, weil „wir alles, worauf wir achten wollten, nämlich auf Standards und auf David Mehl, nicht getan haben“, befand Ebersbach. Zwei Mal traf der Goalgetter der Lüneburger. Das erste Mal bereits in der sechsten Minute, als er nach einer Ecke blank stand. Zehn Minuten später ihn ließ Yannick Chwolka den Ball annehmen, den folgenden Schuss fälschte Drewes unhaltbar für Keeper Henner Lohmann noch ab.

Fortan setzten die Lüneburger auf ihre Kopfball- und Zweikampfstärke, während der RSV versuchte, über das spielerische Element zum Erfolg zu kommen. „Wir hatten viel mehr Ballbesitz und auch richtig gute Torchancen“, berichtete Ebersbach. Doch lediglich Björn Mickelat nutzte in der 35. Minute eine davon aus 16 Metern. Seine Vorlage für Tobias Kirschke fand kurz vor der Pause nicht den Weg ins Tor, ebenso wenig wie die dicken Möglichkeiten im zweiten Durchgang durch Arthur Bossert, Mickelat, Stefan Denker und Marcello Muniz. Keeper Jan-Hendrik Sommer parierte mehrmals glänzend, Kapitän Bennet Lorenzen klärte fast alles in der Höhe.

„Wir rennen 70 Minuten an und sind die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen – ein Punkt wäre verdient gewesen“, stellte Ebersbach enttäuscht fest und meinte: „Gegen viele Gegner aus der Liga hätte das gereicht. Wir haben uns für ein gutes Spiel nicht belohnt.“ Leichter wird es nächsten Samstag allerdings nicht. Dann kommt Spitzenreiter Eintracht Celle ins Ahestadion – und der hat bisher alle seine zehn Spiele gewonnen. 

maf

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