Rotenburger Handball-Talent hat sich in der Hansestadt etabliert / „Alles mit auf den Weg bekommen“

Dräger beim HSV auf Erfolgskurs

Nick-Luca Dräger fühlt sich im Trikot des HSV Hamburg pudelwohl – der Rotenburger hat sich beim Top-Club längst etbaliert.

Kreis-Rotenburg - Von Daniel ReinhardtROTENBURG · Die Osterferien genießt Nick-Luca Dräger derzeit in vollen Zügen: Endlich mal ausschlafen, spät frühstücken und die Seele ein wenig baumeln lassen. Vor allem aber hat der 17-jährige Rotenburger jetzt noch mehr Zeit für seine größte Leidenschaft. Dräger peilt eine Karriere als Handball-Profi an und steht mit der A-Jugend des HSV Hamburg unmittelbar vor dem Sprung in die Regionalliga. „Ich habe mit dem HSV einen sehr guten Verein gefunden, der mir alle Möglichkeiten bietet“, sagt er.

Der TuS Rotenburg ist führwahr eine Talentschmiede. In den letzten zwei Jahren etablierten sich Nachwuchshoffnungen wie Hein Köhler, Max Jabin und Fabian Knappik (alle SG Achim/Baden) in höheren Spielklassen, zur nächsten Saison folgt mit Luka Bruns ein weiterer Rohdiamant, der ebenfalls beim HSV anheuert.

Nick-Luca Dräger hat gezeigt, wie man sich dort durchsetzt. Nach sechs Jahren an der Wümme ging er im letzten Sommer zu Deutschlands derzeitigem Top-Club. Die HSV-A-Jugend schloss die laufende Spielzeit vorzeitig als Tabellenerster der Hamburger Oberliga ab und geht nun in die Relegationsspiele zur Regionalliga.

Einen Sport auf solch hohem Niveau zu betreiben, funktioniert natürlich nicht nebenbei. Die durchschnittlich vier Trainingseinheiten in der Woche und zusätzlichen Spiele mit dem Schulstress zu vereinbaren – ein Spagat, der nicht jedem gelingt. Die lange Anreise kommt hinzu. An einem normalen Trainingstag mehr als sechs Stunden unterwegs zu sein, ist keine Seltenheit für Nick-Luca Dräger. „Oft bin ich erst abends um halb zwölf zu Hause. Das ist schon stressig“, gibt der Rückraumspieler zu.

Aktuell absolviert er an den BBS in Rotenburg sein Fachabitur. Die anfallenden Schulaufgaben erledigt Dräger auf der langen Zugfahrt. Und die Freundin? Ja, auch die trage seine „Reisen“ ohne Murren mit, lacht er und betont: „Es lohnt sich auf jeden Fall! Ich bin gut aufgenommen worden und fühle mich sehr wohl.“

Eine Rückkehr zu seinem alten Club scheint denn auch momentan ausgeschlossen. Der TuS Rotenburg habe allerdings einen sehr großen

nVor dem Sprung

nin die Regionalliga

Anteil an seiner heutigen Spielstärke. „Hier habe ich alle wichtigen Grundvoraussetzungen mit auf den Weg bekommen“, denkt Dräger vor allem an seinen ehemaligen Trainer John Köhler.

Sein jetziger Coach Michael Bollhöfer, vorletzte Saison noch Co-Trainer bei den Hamburger Profis und früher Akteur in der 2. Bundesliga, sei ebenfalls ein sehr guter Lehrer. „Ich habe mich beim HSV noch deutlich weiterentwickelt“, betont er.

Im Hinblick auf die kommende Saison – den Aufstieg vorausgesetzt – freut sich Dräger darauf, bei seinen Spielen vermehrt bekannte Gesichter aus der Bundesliga zu sehen. Auch das Vorspiel für die Profis zu bestreiten, sei „immer ein tolles Gefühl“. Beim Ausblick auf die nächste Serie gibt sich Dräger zuversichtlich: „Wir spielen ganz oben mit!“

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