Double-Double gegen Chemnitz / „Ich weiß, dass mein Team mich braucht“

Mallard ist die fairste Centerin der Bundesliga

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Unverzichtbar: Kierra Mallard hat sich längst in der ersten Liga akklimatisiert.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann hat Kierra Mallard ihn jetzt erbracht. Die US-Amerikanerin im Basketball-Team der Avides Hurricanes kann erste Liga – und wie! Ein Double-Double mit 22 Punkten und 14 Rebounds steuerte die Centerin zum 86:76-Sieg ihres Aufsteigers bei den ChemCats Chemnitz bei und widerlegte damit auch die letzten Kritiker. „Die kennen sie vielleicht nicht – ich habe jedenfalls nie an ihr gezweifelt“, betont Coach Christian Greve.

Nach der Meisterschaft in Liga zwei ist es für die 24-Jährige die Premierensaison im deutschen Oberhaus. Und dort hat sie sich ziemlich schnell akklimatisiert. „Die erste Liga ist viel intensiver, der Konkurrenzkampf ist hoch, in jedem Spiel musst du 40 Minuten fokussiert sein. Du kannst niemals mit dem Gedanken ins Spiel gehen, dass es ein leichter Gegner ist, denn in dieser Liga ist jedes Spiel hart“, sagt die 1,88 Meter große Texanerin, die aus Dallas stammt.

Als Coach Greve ihre Statistik nach dem Chemnitz-Spiel sah, hätte es ihn fast umgehauen. „Alter, das ist gut“, kommentierte er die Ausbeute. Noch bemerkenswerter ist aber eine andere Quote: Kierra Mallard ist – gemessen an ihrer Spielzeit – die aktuell fairste Centerin der Liga. Lediglich elf Fouls kassierte sie in den ersten fünf Spielen. Macht bei einer Gesamteinsatzzeit von 167 Minuten lediglich alle 15 Minuten ein Foul – für ihre Position ein starker Wert. Gegen den TuS Bad Aibling kam sie gar ohne eine einzige Regelwidrigkeit aus. „Ich achte schon sehr auf meine Fouls, denn ich weiß, dass mein Team mich braucht, um unseren Korb zu beschützen und um zum Rebound zu gehen“, bemerkt Kierra Mallard, die übrigens auch auf der Internet-Plattform „eurobasket.com“ zur Spielerin der Woche gekürt wurde.

Nach drei Siegen aus fünf Spielen ist auch sie überzeugt, dass „wir tatsächlich die Play-offs erreichen können. Ich glaube, unser Team kann dieses Jahr weit kommen, wenn wir noch an einigen Dingen als Team arbeiten“, sagt die Amerikanerin. Und wenn es noch eines Beweises bedarf, wird sie ihn schon liefern.

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