Übergewicht im Mittelfeld bringt 3:0-Sieg gegen Eintracht Lüneburg

Doppelpack der Chwolka-Zwillinge

Alle drei Torschützen auf einem Bild vereint: Lucas Chwolka liegt sich mit seinem Zwillingsbruder Yannick (l.) nach dessen 2:0 bereits in den Armen. Marcello Muniz, Schütze des 1:0, eilt zum Feiern herbei. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Kleinsten auf dem Feld haben groß aufgespielt und die Partie entschieden: Yannick Chwolka und sein Zwillingsbruder Lucas haben den Rotenburger SV mit ihren Toren in der zweiten Halbzeit zu einem überzeugenden 3:0 (1:0)-Erfolg im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den SV Eintracht Lüneburg geführt. In die Erfolgsspur hatte vor der Pause Marcello Muniz die Wümme-Elf mit seinem Führungstreffer gelenkt. Einziges Manko: „Dieses Spiel hätte mehr Zuschauer verdient gehabt“, merkte RSV-Abwehrchef Christoph Drewes treffend an. Es waren kaum mehr als 100 Besucher ins Ahe-Stadion gekommen.

„Das war sehr effektiv“, lobte Rotenburgs Coach Tim Ebersbach die „reife Spielanlage“ seiner Mannschaft. Im Niemandsland-Duell – die Lüneburger haben als Fünfter ebenso wenig wie der RSV als Sechster mit den oberen und den unteren Plätzen zu tun – benötigten die Gastgeber rund eine Viertelstunde, um sich vom Anfangsdruck der Gäste zu befreien und ihrerseits Akzente zu setzen.

Ebersbach hatte auf ein 4-1-4-1-System gesetzt und Tobias Kirschke als einzigen Sechser vor die Abwehr beordert. Der Routinier erledigte nicht nur seine Aufgabe, er war für die meisten der stärkste Akteur seines Teams. „Unfassbar“, fand Mitspieler Björn Mickelat die Zweikampfbilanz. „Kirschke und Lucas Chwolka haben eine Quote von 80 bis 90 Prozent gehabt“, lobte auch Ebersbach. Zusammen mit Stefan Denker erspielte sich der RSV im Zentrum ein klares Übergewicht und war über die Außen Muniz und Arthur Bossert gefährlich. „Wir haben wahnsinnig viele Balleroberungen erzwungen“, fand der Coach. Bei Lüneburg war Torjäger David Mehl selbst defensiv aktiv, blieb vorne aber eher ungefährlich.

Mit der Führung durch Muniz, der eine Flanke von Bossert per Kopf einnickte (24.), bekam der RSV das Spiel immer besser in den Griff. Einzig Referee Jan-Ole Schlüter (SG Lühe) sorgte mehrfach mit seinen Entscheidungen für Kopfschütteln, indem er bei klaren Fouls oft weiterspielen ließ. Oder aber Tobias Kirschke mit einem unberechtigten Abseitspfiff stoppte (87.). Selbst, als Mehl den durchbrechenden Denker von hinten klar schubste, blieb die Pfeife stumm. Denker nahm‘s gelassen: „Ich hatte gehofft, dass ich unten den Kontakt kriege. So war es aber zu wenig.“ Am Ende kam es auch so zu einem klaren Sieg – dem fünften im siebten Spiel nach der Winterpause. Beim 2:0 staubte Yannick Chwolka ab, weil Keeper Feith Menke einen Schuss seines Bruders Lucas fallen lassen hatte (51.). Endgültig alles klar machte Lucas Chwolka nach einem Muniz-Querpass durch den Sechzehner (81.).

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