Linkshänder aus Schneverdingen erweitert Oberliga-Kader

Dolk verstärkt TuS Rotenburg

Niko Dolk wechselt an die Wümme zum TuS Rotenburg. Foto: Ojemann/BZ

Rotenburg - Von Lea Oetjen. „Es wird ein echt hartes Stück Arbeit“, weiß Niko Dolk. Dennoch ist er bereit für die neue Aufgabe. Der 30-Jährige verstärkt zur nächsten Saison – wann auch immer diese losgehen wird – die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg. Auch wenn es vermutlich noch ein wenig dauern wird, bis der Linkshänder das erste Mal mit seinem neuen Team trainieren darf, „kribbelt es jetzt schon in den Finger. Ich freue mich unheimlich auf die neue Herausforderung“, sagt er.

In der Tat: Für Dolk dürfte es das spannendste Kapitel seiner bisherigen handballerischen Laufbahn werden. Schließlich hat der Zimmermann bislang mit dem TV Jahn Schneverdingen „nur“ in der Regionsoberliga gespielt. Zwar hat er bereits Landesliga- und in der Jugend auch Oberliga-Erfahrung sammeln können, diese liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück. Angst vor dem Sprung in die vierte Liga? Fehlanzeige. „Es ist vielmehr Respekt vor den neuen Erlebnissen“, meint der 30-Jährige. „Handball ist aber ein Mannschaftssport und man selbst ist immer nur so gut, wie das Team. Das wird schon“, gibt er sich optimistisch. Generell freue er sich darauf, neue Perspektiven kennenzulernen – „ein neuer Verein, viele neue Leute“, erzählt er.

Genau das war es allerdings am Anfang, was Dolk hat zweifeln lassen. „Ich habe mir die Entscheidung mit meinem Wechsel alles andere als leicht gemacht“, berichtet er. „In Schneverdingen bin ich Kapitän, spiele mit meinen Freunden in einer Mannschaft und bin dort zu Hause“, begründet er seine Zweifel. Für die neue Herausforderung sprach eigentlich nicht viel: „Ich werde bald Vater und wir bauen aktuell ein Haus“, spielt der 30-Jährige auf den zeitlichen Mehraufwand an, der ihn in der Oberliga erwartet.

Aber: „Ich wollte schon immer einmal unter Trainer Nils Muche spielen. Ich hatte also quasi keine andere Wahl, als nach Rotenburg zu wechseln“, sagt Dolk und lacht. Er und Coach Muche kennen sich bereits seit längerer Zeit, sind privat befreundet. „Als er mich gefragt hat, bin ich den Gedanken nicht mehr losgeworden. Ohne ihn als Trainer hätte ich auch nicht Ja gesagt“, gesteht er.

Während sich Dolk also einen Wunsch erfüllt, ist es Teammanager Johann Knodel gleichzeitig gelungen, eine Option für die Rechtsaußen-Position zu finden. Schließlich steht Leistungsträger Luka Bruns ab sofort nicht mehr zur Verfügung, da er aus privaten Gründen eine Handball-Pause einlegt. Vor allem für die Defensive dürfte Dolk eine echte Verstärkung sein – „da brauche ich gar nicht viel zu sagen. Niko ist ein Abwehrschwein“, offenbart Knodel und lacht.

Dass in Rotenburg ohne Backe gespielt wird, ist für den neuen Spieler übrigens kein Problem: „Das kenne ich aus Schneverdingen. Ich bin also routiniert im Spiel ohne Klebe“, sagt Dolk. Johann Knodel macht indes kein Geheimnis daraus, dass ihm die Haftmittel-Problematik seine Arbeit erschwert. „Wir führen viele Gespräche, kriegen aber auch einige Körbe“, bedauert er und fügt an: „Viele Spieler würden sofort zusagen, wenn wir hier mit Backe spielen dürften.“ Dennoch versuche der Teammanager, aus der schwierigen Ausgangssituation das Optimum herauszuholen. „Und wer weiß? Vielleicht kommen ja noch ein paar Spieler dazu.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Wie werde ich Softwareentwickler/in?

Wie werde ich Softwareentwickler/in?

Das ist die richtige Haarpflege für den Winter

Das ist die richtige Haarpflege für den Winter

Alte Möbel einfach selbst reparieren

Alte Möbel einfach selbst reparieren

Polizei in Belarus setzt und Blend- und Lärmgranaten ein

Polizei in Belarus setzt und Blend- und Lärmgranaten ein

Meistgelesene Artikel

Ceglarek macht den Kaltstart bei Stemmen - Walsede siegt im Pokal mit 3:1

Ceglarek macht den Kaltstart bei Stemmen - Walsede siegt im Pokal mit 3:1

Ceglarek macht den Kaltstart bei Stemmen - Walsede siegt im Pokal mit 3:1
Heidler verschont sich selbst

Heidler verschont sich selbst

Heidler verschont sich selbst
Strafstoß-Pfiff bringt RSV um den Punkt

Strafstoß-Pfiff bringt RSV um den Punkt

Strafstoß-Pfiff bringt RSV um den Punkt
Nils Rathje hat das letzte Wort – 3:1

Nils Rathje hat das letzte Wort – 3:1

Nils Rathje hat das letzte Wort – 3:1

Kommentare