31 Tore gehen auf das Konto von Oytens Angreifer

Döpke treffsicher wie elf Mann

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Pascal Döpke ist kaum zu stoppen. 31 Tore – so viele wie der TuS Bothel zusammen – hat Oytens Angreifer bislang erzielt.

Bothel/Oyten - Von Mareike Ludwig und Vincent Wuttke. Während der TuS Bothel elf verschiedene Akteure benötigt hat, um in 24 Partien auf mickrige 31 Tore zu kommen, brauchte der TV Oyten dafür nur Pascal Döpke, der exakt die gleiche Anzahl auf seinem Konto verbucht hat. Mit seinen bisher 31 Treffern hat der 21-Jährige fast die Hälfte der 63 Tore erzielt und damit den Aufsteiger quasi im Alleingang auf den fünften Platz der Fußball-Bezirksliga geschossen. Die Botheler können vor allem die Verletzungssorgen ihrer Leistungsträger Gianfranco Cusimano und Cedric Ahrens nicht kompensieren und schweben in akuter Abstiegsgefahr. Oytens Angreifer startete dagegen richtig durch und trifft im Schnitt 1,3 Mal pro Spiel. Im direkten Aufeinandertreffen am Sonntag will Döpke seinem Namen als Goalgetter wieder alle Ehre machen.

„Mit einem Stürmer von seiner Qualität hätten wir auf jeden Fall so einige Probleme weniger“, ist Bothels Spielertrainer Christoph Meinke schon fast ein bisschen neidisch. Im Moment hat er in seinem Team keinen Torjäger. Immerhin ist Cusimano am Sonntag wieder dabei, nachdem er in diesem Jahr bisher nur drei Mal aufgelaufen ist – ihm war im Winter die Kniescheibe herausgesprungen. Auch am vergangenen Wochenende gegen den FC Hambergen musste er verletzt passen. In der Hinserie hatte ihn sein Oberschenkel zudem immer wieder außer Gefecht gesetzt, so kommt er bisher nur auf vier Treffer.

Bothels Gianfranco Cusimano ist häufig verletzt.

Als Zuschauer hat der Flügelstürmer die große Schwäche seiner Teamkollegen erkannt. „Wir haben im Vergleich zur vergangenen Saison, als wir 63 Tore geschossen hatten, die selbe Anzahl an Großchancen. Wir machen sie nur nicht mehr.“ Nun will Cusimano dabei helfen, dass es wieder besser wird: „Ich möchte noch einige Tore schießen und noch so nah wie möglich an meine 13 Treffer aus der vergangenen Saison herankommen.“ Diese Probleme hat Döpke nicht. Im Gegenteil: Fast jeder Schuss des Angreifers zappelt im gegnerischen Netz. „Damit hat glaube ich keiner gerechnet – ich selbst am wenigsten. Ich bin schon stolz, so eine gute Ausbeute erreicht zu haben. Allerdings ist das der Lohn der gesamten Mannschaft. Ich laufe ja nicht vom Anstoßkreis direkt aufs Tor“, sagt Döpke und lacht.

Daher kommt es auch nicht von ungefähr, dass bereits höherklassige Vereine auf den Achimer aufmerksam geworden sind. Doch die dürften sich beim Goalgetter die Zähne ausbeißen. „Ich bekomme schon Anfragen, doch die interessieren mich nicht. Ich bleibe definitiv in Oyten. Mir liegt der Verein sehr am Herzen, und ich möchte Teil des Ganzen sein. Außerdem bin ich einer, der gerne spielt und nicht in höheren Ligen möglicherweise auf der Bank versauert“, begründet der Industriekaufmann, der sein Team gegen Bothel in der Favoritenrolle sieht. „Wir haben aus dem Hinspiel (1:2-Niederlage, Anm. d. Red.) einiges gutzumachen. Bothel hatte uns die Grenzen aufgezeigt. Wir wollen die Punkte unbedingt behalten“, so Döpke.

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