Doch Rotenburgs Reserve unterliegt im Regionspokal-Finale Bruchhausen-Vilsen mit 27:34

Miesner mit eigenem „Fan-Club“

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Keine Spur von Enttäuschung: Rolf Stefan (r.) und Bernd Meyer.

Sottrum - Von Matthias Freese. Jens Miesner nahm’s mit Humor. „Das war das erste Mal, dass ich meine eigenen Fans hatte“, kommentierte der Routinier des TuS Rotenburg II die Sprechchöre, die die zahlreich vertretene und teils alkoholisierte Anhängerschaft der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf ihm im Finale des Handball-Regionspokals gewidmet hatten. „Hey, hey, Nummer sieben“, skandierten sie von Beginn an in regelmäßigen Abständen. Am Ende wurde aber nur das eigene Team gefeiert, das Rotenburgs Reserve im Kreisoberliga-Duell klar mit 34:27 (18:12) bezwungen hatte.

„Ich weiß gar nicht, warum“, rätselte Miesner über die ihm entgegengebrachte Zuwendung. Wahrscheinlich lag es gleich an der ersten Aktion des Spiels, als Bruchhausen-Vilsens Christoph Duffe gefoult worden war – und Miesner der vermeintliche „Täter“ war.

Die Partie selbst war schnell vorentschieden, denn der Kreisoberliga-Absteiger von der Wümme, der zuvor im Halbfinale die klassentiefere HSG Bassum/Twistringen mit 35:32 (20:19) rausgeworfen hatte, geriet früh mit 0:3 in Rückstand. Einzig der Halblinke Kristof Mützel hielt in der Anfangsphase mit seinen Toren dagegen und war am Ende mit sieben Treffern auch Rotenburgs bester Werfer.

Bruchhausen-Vilsens Vorsprung wuchs insbesondere durch den überragenden Rückraumakteur Jorn Bolte, der insgesamt 13 Tore erzielte, stetig an. Bis auf acht Treffer im ersten Durchgang (15:7/24.), bis auf maximal zehn nach der Pause (22:12/35.). „Wir waren von vorneherein der Underdog, aber die Jungs haben sich gut verkauft“, betonte Rotenburgs Coach Rolf Stefan, der auch auf zwei seltene Aushilfen bauen durfte: Tjark Dreyer, der in Bochum studiert, lief ebenso auf wie Mirco Schaffran, den es beruflich nach Berlin verschlagen hat. Dass der Rückstand nicht weiter anwuchs, war jedoch vor allem ein Verdienst von Keeper Patrick Krüger. Er zeigte mehrere klasse Paraden und parierte auch einen Siebenmeter von Bolte. Ein kleines Manko bei Rotenburg war aber auch die eigene Siebenmeter-Ausbeute. Erst der vierte durch Schaffran saß (37.), nachdem zuvor Dreyer, Bernd Meyer und Mützel gescheitert waren. „Wir hätten ein bisschen mehr unsere Chancen nutzen müssen“, wusste Stefan. Böse war er seinen Mannen deshalb aber nicht: „Alles okay!“

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