Doch gegen Osnabrücks Reserve gibt es eine 1:2-Niederlage / Röben bekommt Strafstoß nicht

Ebersbachs Finte weckt müden RSV

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Voller Energie? Sieht hier zwar so aus, wie Atilla Iscan (r.) und Jelle Röben (l.) zum Ball sprinten, doch letztlich wirkte der Rotenburger SV ein wenig platt und hielt sich nicht an den Slogan seines Sponsors.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Bestens gelaunte Sieger sehen anders aus: Statt sich über den 2:1 (1:0)-Sieg beim Rotenburger SV zu freuen, lagen sich Ricardo Balzis und Lincoln Assinouko, die Offensivkräfte des VfL Osnabrück II, unmittelbar nach dem Abpfiff der Fußball-Oberligapartie so richtig in den Haaren. Nur mehrere dazwischengehende Mitspieler verhinderten mehr als das verbale Scharmützel. Ärgern musste sich dabei eigentlich viel eher der Gastgeber, der die Punkte gegen keineswegs überzeugende Gäste herschenkte. „Da war mehr drin“, stellte auch RSV-Coach Jan Fitschen fest.

Einem hatte diese Partie die Laune besonders verdorben: Jelle Röben! Nicht nur, weil der rechte Flügelspieler die letzte Rotenburger Großchance zum 2:2 in der 90. Minute vergeben hatte. Nein, vor allem weil Referee Henry Wagner (GW Eimsbüttel) ihm in der 18. Minute einen Strafstoß verweigert hatte. Der Rotenburger war bereits an Nicolas Eiter vorbeigewesen, kam dann aber zu Fall. „Ich tunnele ihn, dann bleibt er mit dem Bein, was er nachzieht, auf meinem Fuß stehen. Einen klareren Elfmeter gibt es nicht, ich wäre doch sonst durch gewesen. Wenn er pfeift, läuft das Spiel womöglich anders“, schimpfte Röben. „Doppelt bitter, weil es die bisher schwächste Osnabrücker Zweite war, die hier war.“

Doch schon die Anfangsphase hatte der RSV verpennt und war in Rückstand geraten, als Balzis ungehindert den unbewacht vor dem Tor auftauchenden Gerrit-Mikael Bewekenhorn hatte bedienen dürfen – 1:0 für die Gäste (3.). Womit das Konzept von Jan Fitschen über den Haufen geworfen wurde. „Da hatten wir zu wenig Kommunikation in dieser Szene. Der Rückstand war mehr als kontraproduktiv, zumal uns augenscheinlich die Frische fehlte“, meinte der Coach. Aufgrund der kräftezehrenden Pokalpartie gegen den SV Meppen am Mittwoch hatte sein Team energiesparender spielen wollen, fortan musste das 4:2:3:1-System jedoch offensiver ausgelebt werden. So agierte Tim Ebersbach, als Zehner „mit allen Freiheiten“ (Fitschen), eher wie eine zweite Spitze neben Atilla Iscan. Beide gingen bereits am Sechzehner der Osnabrücker drauf. „Weil wir wussten, dass sie risikobereit sind, wenn wir druckvoll spielen“, erklärte der RSV-Coach die Taktik. Nur ging sie nicht wirklich auf. „Die waren uns immer einen Schritt voraus“, stellte Neuzugang Iscan fest.

„Irgendetwas lähmt die Jungs“, hatte auch der RSV-Vorsitzende Henri Ohlmann das Pokalspiel stark in Verdacht. Zudem blieben vorne wenig Wechselmöglichkeiten, da Ferdi Yilmaz und Fesih Celik krank ausfielen. So schickte Fitschen später Jannis Schwarzkopf noch in die Spitze, auch Innenverteidiger Jannis Niestädt versuchte sich dort in der Schlussphase, ganz zu schweigen von Keeper Henner Lohmann.

Bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatte die Drittliga-Reserve nach einer schönen Kombination durch Jonne Fischer auf 2:0 erhöht – von der RSV-Defensive freundlich eskortiert (51.). So weckte erst Kapitän Tim Ebersbach mit einer cleveren Finte und seinem Anschlusstreffer den Kampfesmut der Mitstreiter. Hatte Keeper Bernd Düker mit einer Flanke gerechnet, zirkelte Rotenburgs Bester den Ball zwischen Schlussmann und Pfosten zum 1:2 ins Netz (74.). Auch ein angebliches Handspiel von Eiter im Strafraum ahndete Schiedsrichter Wagner nicht (86.). Dafür zückte er aber für RSV-Abwehrchef Christoph Drewes in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot wegen einer Handgreiflichkeit gegen Balzis (siehe Text unten).

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