ANPFIFF - Kreisliga

Westerholz: Keeper Dittmer steht vor seinem Comeback und will dafür zehn Kilo abnehmen

Torben Dittmer steht vor seinem Trecker und hält einen Ball in den Händen.
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Vom Feld direkt ins Tor: Torben Dittmer nimmt es auch mal wortwörtlich.

Ursprünglich wollte Torben Dittmer aufhören. Doch nach zwei Abgängen auf der Torhüterposition streift er sich nun doch noch einmal das Trikot über.

Westerholz – Runter vom Maishäcksler, rein ins Tor: Das trifft auf Torben Dittmer zu, der zwei Jahrzehnte lang zu den Leistungsträgern des TuS Westerholz zählte. Der 39-jährige Keeper verabschiedete sich vor der vergangenen Saison eigentlich von den Kreisliga-Kickern in den „Ruhestand“. Doch die Verantwortlichen der jetzigen SG Westerholz/Hetzwege funkten nach den Verlusten von Rüdiger Greve und Norman Haucke SOS und sorgen für ein Comeback, obwohl er als selbstständiger Lohnunternehmer in manchen Monaten stark eingespannt ist.

Das war schon immer so. Die Anreise zu den Gegnern erfolgte nicht nur einmal mit schwerem Gerät. Beim Auswärtsspiel in Hamersen fuhr der gelernte Nutzfahrzeug- Mechaniker einst mit dem Maishäcksler vor und stand pünktlich zum Anpfiff im Kasten. „Ich musste am Tag des Spiels noch Arbeiten erledigen und habe mit dem Häcksler den direkten Weg vom Feld zum Spielort gesucht“, erzählt der 39-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Stenogramm

SG Westerholz/Hetzwege

Weggänge: Timm Greve (VfL Visselhövede), Phillip Gruhlke (Ziel unbekannt), Norman Haucke (FC Walsede), Rüdiger Greve (TuS Aumühle-Wohltorf II).

Zugänge: Hauke Baden (SV Lauenbrück), Tim Gaumer (SV Schülern).

Kader: Tor: Torben Dittmer, Patrick Schulze, Cornelius Rinck, Fabian Kunick - Abwehr: Jan-Phillip Thom, Jan-Lüder Behrens, Jendrick Hädecke, Christopher Behrens, Marten Berndt, Pascal Rathje, Thomas Baden, Sascha Lauridsen - Mittelfeld: Hauke Baden, Jannes Hädecke, Tim Gaumer, Hans Wahlers, Claas Riebesehl, Björn Banehr, Lars Rathje, Torben Behrens, Milan Kösling, Alex Klaue - Angriff: Guido Bohatsch, Nils Rathje, Tom Ole Ludwig, Jan Ostenfeld.

Trainer: Ralf Milbrandt.

Torwarttrainer: Paul Hädecke.

Betreuer: Fabian Everding, Mark Wulfmeyer.

Saisonziel: Aufstiegsrunde. .

Favoriten: SG Unterstedt, TuS Zeven, TSV Groß Meckelsen.

Weil Beruf und Hobby für ihn keinen zu großen Stress verursachen sollten, setzte er einen Schlusspunkt. Der Keeper wollte sich im elterlichen Lohnunternehmen, das er mit seinem Vater Heinfried betreibt, mehr auf die Arbeit konzentrieren. Und seine junge Familie sollte mehr in den Fokus rücken. Dann die Kehrtwende: „Der Verein hat mich um Hilfe gebeten. Daraufhin habe ich die Sache mit meiner Frau diskutiert und wir haben einen Konsens gefunden. Wenn ich zu Hause alles geregelt bekäme und das Familiäre nicht zu kurz käme, hätte sie nichts gegen Fußball. Es ist mein großer Wunsch, so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Lian ist 15 Monate – ich möchte ihn aufwachsen sehen“, betont Dittmer.

Es ist also ein Comeback mit Einschränkungen. „Die Absprache ist, dass ich nicht immer zur Verfügung stehe. Doch mein Ehrgeiz ist ungebrochen, auch wenn ich die fehlende Fitness spüre“, gesteht der Routinier. „Ich brauche meine Erholungsphasen. Und dann habe ich das Ziel, zehn Kilo abzunehmen.“ Er wolle auf seine individuellen Stärken setzen, schließlich sei er eher der Strafraum-Torhüter, der mit den Aufstiegen von der 2. Kreisklasse bis zur Kreisliga Vereinsgeschichte mitschrieb. Doch er erlebte auch, wie sich ein Abstieg anfühlt. Der soll kein Thema werden. „Ich hoffe auf einen Mittelfeldplatz. Dafür müssen wir Konstanz auf den Platz bringen und es bedarf eines guten Saisonstarts“, glaubt Dittmer und setzt auf die Rückkehr von Jan Ostenfeld nach seiner Knieverletzung. Der Torjäger ist ein langjähriger Weggefährte sowie sein Trauzeuge.

Coach Ralf Milbrandt begrüßt Hauke Baden (l.) und Tim Gaumer (r.) als Neuzugänge.

„Torben und ich kennen uns sehr lange, spielen eine Ewigkeit zusammen und unternehmen privat viel. Er ist ein toller Mensch. Dass er sich noch einmal zwischen die Pfosten stellt, wird der Mannschaft guttun“, ist Ostenfeld überzeugt. Auch Trainer Ralf Milbrandt lobt die Rückkehr des Urgesteins: „Es ist sehr gut, dass Torben uns hilft.“ Obmann Mark Wulfmeyer ergänzt: „Dass Torben trotz eines vollen Terminkalenders zurückkehrt und uns nicht hängen lässt, spricht für seine große Verbundenheit zum Verein.“ Dittmer könnte ganz wichtig werden, denn Wulfmeyer meint: „Ich denke, es wird eine schwere Saison, in der es wahrscheinlich gegen den Abstieg geht.“

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