Mit vierter Nullnummer bleibt der RSV zum zehnten Mal ohne Gegentor

Dittmer hält den Laden dicht

RSV-Innenverteidiger Oliver Dittmer (r.) schaltete sich ab und zu auch mal ins Offensivspiel mit ein. In dieser Szene klärt der aus Drochtersens Regionalliga-Kader kommende Laurens Rogowski rechtzeitig. - Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die „Null-Experten“ sind wieder da! Trotz der „Zweitbesetzung“ in der Innenverteidigung haben die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV das zehnte von nunmehr 26 Punktspielen ohne Gegentor überstanden.

Der Tabellenvierte von der Wümme bleibt zwar seit inzwischen acht Partien ohne Sieg, doch das schon vierte 0:0 dieser Saison, am Mittwochabend im Ahe-Stadion gegen die SV Drochtersen/Assel II, war keine typische Nullnummer. Insbesondere in Hälfte zwei hätte die Waage eigentlich für die Gastgeber ausschlagen müssen.

„Wenn man die zweite Halbzeit sieht, hätte ein Sieg hergemusst“, fand auch RSV-Trainer Tim Ebersbach. „Da haben wir mehr investiert, aber zu spät gemerkt, dass Drochtersen wackelt.“ Dabei hatten die Mannen aus dem Kehdinger Land gleich fünf Akteure aus dem Kader ihres Regionalliga-Teams dabei – darunter Jannes Elfers, Laurens Rogowski und Marius Winkelmann, die in der Ersten weit mehr als nur Bankdrücker sind. Doch vor allem nach der Auswechslung von Mittelfeldmann Elfers ließ die Entlastung spürbar nach. Rotenburgs Sturmduo mit Attila Iscan und Toni Fahrner war zwar aktiv und bemüht, vor dem Tor von Jannis Trapp aber nicht kaltschnäuzig genug. Iscan (58.), Fahrner (61.), der eingewechselte Jelle Röben (79./83.) und Karol Karpus aus der Nahdistanz (80.) vergaben allesamt. Die beste Möglichkeit, die drei Punkte vor 80 Zuschauern zu entführen, vergab derweil Paul Meyer für Drochtersens Reserve (87.).

Engagiert, aber ohne Erfolg: Toni Fahrner (M.) kommt hier gegen Michel Junge (l.) und Jonas Hammermeister nicht mehr an den Ball.

Ansonsten war auffällig, dass die RSV-Defensive auch ohne die Stammkräfte Jannis Niestädt (gesperrt) und Kevin Klützke (verletzt) sicher stand. Insbesondere Oliver Dittmer überzeugte mit einer starken Zweikampfquote und einigen guten Pässen. „Er hat es sehr gut gemacht, clever und einfach gespielt“, stellte Ebersbach fest. Und auch Karol Karpus, der zweite zentraler Abwehrspieler, löste seine Aufgabe recht souverän. Vorne attestierte der Coach wiederum Yannik Malende auf dem rechten Flügel eine überzeugende Leistung.

„Zu spät gemerkt, dass Drochtersen wackelt“

Nach einer relativ chancenarmen ersten Hälfte mit leichten Vorteilen für die Gäste und überstandenen Turbulenzen im RSV-Strafraum (36.) übernahm der Gastgeber im zweiten Durchgang zunehmend die Kontrolle über das Spiel. „Wenn wir da drei Tore machen, kann sich Drochtersen nicht beschweren“, fand Ebersbach.

Am Sonnabend (18 Uhr) greift der RSV nun erneut in den Abstiegskampf mit ein – schließlich geht es zum bedrohten Nachbarn TSV Etelsen. Die Schlossparkkicker verpassten durch das 2:6 bei BW Bornreihe am Mittwoch den Sprung auf die rettenden Ränge und stehen umso mehr unter Druck. „Ein Derbysieg wäre schon schön“, so Ebersbach. Zwar kehren Jannis Niestädt und der ebenfalls gesperrte Yannick Chwolka zurück in den Kader, doch mit den verletzten Tobias Kirschke und Kevin Klützke rechnet der Coach nicht.

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