Torwart der RSV-Reserve glänzt mit 42

„Dino“ Nitz hängt noch ein Jahr dran

Rotenburg - Von Matthias FreeseAm Sonntag noch im Ahe-Stadion zwischen den Pfosten, gestern bereits mit dem Taxi in Budapest unterwegs – Thorsten Nitz kommt als selbstständiger Unternehmensberater ganz schön viel herum. Umso erstaunlicher, dass der 42-jährige Keeper des Rotenburger SV II Woche für Woche eine Top-Leistung in der Fußball-Bezirksliga abruft.

Mit Thorsten Nitz ist es scheinbar so wie mit einem edlen trockenen Roten. Je älter er wird, desto mehr gewinnt er an Qualität. Dabei geht der Routinier lieber auf Nummer sicher, nimmt öfter auch mal die Fäuste, statt das Risiko zu wählen. Selbstkritisch ist er obendrein. „Ging so, ich war nicht ganz mit mir zufrieden“, kommentierte „Nizza“ trotz einiger starker Reflexe und Paraden seinen jüngsten Auftritt beim 2:2 gegen den TSV Bassen und dachte auch an den Strafstoß von Heiko Budelmann: „Den hätte ich schon gerne gehalten.“

Doch letztlich weiß der Torwart-„Dino“, dass er in der aktuellen Saison auf einem konstant hohen Niveau hält. „Das stimmt. Dafür, dass ich eigentlich schon aufhören wollte, läuft es ganz gut.“ So gut, dass sein Club ohne ihn wohl kaum auf dem Nichtabstiegsplatz stehen würde und den Klassenerhalt fast in der Tasche hat.

Ganz von allein kommen diese Leistungen aber nicht zustande. „Wir trainieren ja oft drei Mal die Woche. Das brauche ich aber auch, um in den Rhythmus reinzukommen. Ich bin ja schließlich nicht das große Talent, was ohne Training auskommt. Außerdem macht es unheimlich Spaß“, lobt Nitz vor allem seinen Abwehrchef Dariusz Sztorc, der Coach Thorsten Bruns in den Einheiten reichlich unterstützt.

42 Jahre – für so manchen ein Grund, um aufzuhören. Doch ans Karriereende denkt Thorsten Nitz noch lange nicht. „Mit meiner Familie und der S 40 bin ich so verblieben, dass ich ein Jahr noch in der Zweiten spielen werde – und das hoffentlich auch in der Bezirksliga.“ Auch mit dem künftigen Coach Joachim Kroll gab es deshalb bereits ein positives Gespräch. „Wenn er natürlich ein junges Talent findet, will ich aber nicht im Weg stehen“, nimmt sich Nitz selbst nicht so wichtig.

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