Kein anderes Team spielt so lange in der 1. Kreisklasse

„Dino“ SV Horstedt macht Druck

Christian Bremer ist Horstedts Dreh- und Angelpunkt.

Horstedt - Von Matthias Freese. Der „Stammgast“ der 1. Fußball-Kreisklasse Süd schickt sich an, die Favoriten unter Druck zu setzen und selbst ein gewichtiges Wörtchen im Titelrennen mitsprechen. Etwas überraschend führt der SV Horstedt nach drei Spieltagen die Liga an – und nicht die so hochgehandelten Meisterschaftsanwärter TV Hassendorf und VfL Visselhövede. Doch Coach André Bischof dämpft die Euphorie: „Wir wollen nicht abheben.“

Die 1. Fußball-Kreisklasse Süd ohne den SV Horstedt – eigentlich ausgeschlossen! Jedenfalls in diesem Jahrtausend. Seit einer gefühlten Ewigkeit hält sich der Club bereits in dieser Staffel. „Das ist außergewöhnlich“, findet auch Bischof, der das Team die zweite Saison als Trainer betreut. Kein anderer Verein kann solch eine Serie in der Staffel vorweisen. Ganz offensichtlich fühlt sich der „Dino“ so wohl, dass er bisher nicht aufstieg. 2014 schaffte es Horstedt immerhin in die Relegation, scheiterte aber am TSV Karlshöfen. Vergangenen Saison stand Platz vier zu Buche. „Aber dass wir nach dem dritten Spieltag mal Erster waren – daran können sich auch die Jungs nicht erinnern“, erzählt Bischof. „Wir hatten jedoch auch Glück mit dem Anfangsprogramm.“

Trainer fordert weniger Punkte zu verschenken

Der B-Lizenz-Inhaber, der auch Mitglied im Qualifizierungsausschuss des Fußball-Kreises ist, hätte zwar nichts gegen einen Aufstieg, weiß aber, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist und macht keinerlei Druck: „Wir spielen Mitte September gegen Visselhövede, dann gegen den FC Walsede und im November gegen Hassendorf. Danach sehen wir weiter. Wichtig ist, dass wir nicht wieder so viele Punkte wie im vergangenen Jahr verschenken.“

Das große Plus der Horstedter: Das Team ist ungemein eingespielt, hat keine Spieler verloren, sondern mit Niklas Burmester vom TuS Reeßum sogar einen Offensiven zurückbekommen. „Mannschaftlich passt es einfach“, sagt der Trainer. Dreh- und Angelpunkt ist Routinier Christian Bremer, der mit Jan-Niklas Paech die Fäden im Mittelfeld zieht. Zusammen mit den Innenverteidigern Felix Lohmann und Björn Hennig bilden sie die Achse. Vorne sorgt auch Adrian Illing in seinem zweiten Herrenjahr für Torgefahr. „Er hat noch Luft nach oben, deshalb pikse ich ihn beim Training ordentlich“, verrät Bischof. Er selbst hilft mit seinen 42 Jahren noch in der Zweiten oder bei den Altherren aus und blickt entspannt auf die Saison: „Wir würden uns gerne oben festbeißen, aber nicht mit der Brechstange.“

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