Judoka nach Muskelbündelriss noch nicht wieder richtig fit / „Wirklich ärgerlich“

Dimitri Peters sagt die EM ab

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Dimitri Peters muss seine Teilnahme bei der Europameisterschaft absagen. 

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Hiobsbotschaft für Dimitri Peters: Der Weltklasse-Judoka, der Ende Januar seinem Heimatverein TuS Rotenburg den Rücken gekehrt hatte und nun für das Judo-Team Hannover an den Start geht, kann Ende April nicht bei der Europameisterschaft im französischen Montpellier in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm an den Start gehen.

Peters hatte sich vor zwei Monaten beim World Cup in Paris einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. „Die Verletzung ist zwar mittlerweile wieder auskuriert, doch habe ich immer noch Trainingsrückrückstand. Ich liege derzeit bei 80 Prozent meines eigentlichen Leistungsvermögens, daher kommt die EM leider etwas zu früh für mich“, erklärt der 29-Jährige auf Nachfrage.

Bei den EM-Vorbereitungen der Nationalmannschaft in Kienbaum war Peters trotzdem dabei gewesen. Dort hatte er dann aber bei den Trainingseinheiten gemerkt, „dass ich noch nicht wieder der Alte bin. Es ist wirklich ärgerlich, da ich unbedingt dabei sein wollte. Für mich wäre es schon ein kleiner Höhepunkt in diesem Jahr gewesen. Doch so macht es einfach keinen Sinn“, zeigt sich der in Unterstedt aufgewachsene Peters geknickt. Nach Absprache mit Bundestrainer Detlef Ultsch hat er sich daher nun für die EM-Absage entschieden.

Doch wer Peters kennt, weiß, dass er sich davon nicht unterkriegen lässt. Der Olympia-Dritte von London blickt bereits optimistisch in die Zukunft: „Ich lass den Kopf nicht hängen. Die EM muss ich nun abhaken. Ich werde mich jetzt längerfristig auf die Weltmeisterschaft vorbereiten.“ Bei den letzten Titelkämpfen in Rio de Janeiro hatte der 29-Jährige Bronze gewonnen. Auch Ende August, wenn die WM im russischen Tscheljabinsk über die Bühne geht, will Peters bei der Medaillenvergabe wieder ein Wörtchen mitreden.

Wann Peters ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann, steht derzeit noch nicht fest. Zwar trainiert der Judoka in seiner Heimat Hannover bereits „mehr als sonst, doch muss ich mein Timing weiter verfeinern. Meine Bewegungsabläufe sind noch nicht wieder so flüssig. Mein Judogefühl kommt aber langsam zurück“, so Peters, der zudem noch ein konditionelles Defizit hat. „Ich konnte in den vergangenen Wochen nicht voll trainieren, das muss ich erst wieder aufholen.“ Peters selbst rechnet damit, dass er Anfang Mai sein nächstes Turnier bestreiten kann.

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