Jascha Wiechern über Westervesedes voraussichtlichen Abstieg und die Perspektiven / Appell an die Mannschaft

„Diese Erfahrung bringt uns nach vorne“

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Der Gesichtsausdruck sagt etwas anderes, doch Jascha Wiechern (l., neben Co-Trainer Henning Indorf) betont: „Es macht Spaß.“

Kreis-Rotenburg - WESTERVESEDE · Jascha Wiechern wartet: Nach der Winterpause übernahm der 24-Jährige als jüngster Trainer der Fußball-Kreisliga den Job beim Aufsteiger SV Blau-Weiß Westervesede – einen Sieg gab es für ihn aber noch nicht. Im Interview verrät der Bankkaufmann, warum es ihm beim Schlusslicht trotzdem Spaß macht und der zu erwartende Abstieg nicht nur ein Nachteil ist.

Ganz ehrlich: Ist der Abstieg besiegelt?

Jascha Wiechern:Das ist bei 13 Punkten Rückstand wohl so, das haben wir auch mannschaftsintern schon so besprochen. Das 1:2 gegen den TuS Fintel war der Knackpunkt, seitdem ist es in den Köpfen drin, dass nicht mehr viel geht.

Was lief denn schief diese Saison?

Wiechern:Zum einen war die Konstellation am Anfang der Saison mit dem Trainerwechsel nach der Vorbereitung unglücklich. Inzwischen hat die Mannschaft vier Trainer innerhalb einer Saison gehabt – das verunsichert. Zum anderen, und das ist für mich der Hauptgrund, ist die Mannschaft viel zu jung. Wir waren in vielen Spielen nicht schlechter, aber eben nicht so abgeklärt. Keiner hat höher gespielt.

Sie selbst haben doch schon damals beim TuS Bothel Bezirksliga-Luft geschnuppert.

Wiechern:Ich war zuletzt auch als Auswechselspieler auf dem Bogen und habe in der Hinrunde zwei Mal ausgeholfen. Aber seit meinem Kreuzbandriss vor einigen Jahren bin ich nicht mehr wirklich reingekommen. Vom Verständnis her würde ich es packen, körperlich reicht es nicht – da muss ich ehrlich sein.

Wie enttäuscht sind Sie, dass Sie als Trainer noch keinen Sieg feiern durften?

Wiechern:Ich habe in der Kabine vor dem Hamersen-Spiel gesagt: „Jungs, macht mich nicht zum schlechtesten Blau-Weiß-Trainer aller Zeiten.“ Einen Sieg müssen wir also mindestens noch holen – und wir schenken nichts ab!

Sie haben sogar die Viererkette eingeführt. War das richtig?

Wiechern:Auf jeden Fall. Wir haben erstmals hier ein Flipchart zur Hilfe genommen und die Mannschaft damit konfrontiert. Taktisch hat uns das weitergeholfen. Ärgerlich ist, dass wir uns nicht belohnen.

Was kann Ihr Team aus der Kreisliga mit in die 1. Kreisklasse nehmen?

Wiechern:Die Erfahrung in der Kreisliga bringt uns auf jeden Fall nach vorne für die nächste Saison. Wir wissen jetzt, dass wir das Spiel schneller aufziehen müssen. Da werden einige Teams nächste Saison Probleme gegen uns kriegen. Und ich denke, wir können da ein Wörtchen mitreden.

Das heißt, Sie machen als Trainer weiter?

Wiechern:Spaß macht es, die Mannschaft bleibt auch zusammen. Zu 100 Prozent steht es aber noch nicht fest, ob ich weitermache. Wir wollen in zwei Wochen darüber sprechen.

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