Die Suche nach Lösungen

Visselhövede ist Tabellenletzter und hat ein ernsthaftes Einstellungsproblem

Vincent Teitz (l.) und Thies Lünzmann haben den Kopf unten, Niklas Niestädt (vorne) schaut nachdenklich.
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Gesenkte Köpfe und nachdenkliche Gesichter: Die Visselhöveder um Vincent Teitz (l.), Niklas Niestädt (vorne) und Thies Lünzmann haben derzeit mit ihrer eigenen Einstellung zu kämpfen.

Es kriselt beim VfL Visselhövede. Probleme gibt es einige. Doch haben die Verantwortlichen auch Lösungen parat?

Visselhövede – Vor zwei Wochen spielten die Fußballer des VfL Visselhövede gegen den damaligen Tabellenführer SV Vorwärts Hülsen – aktuell Tabellenzweiter der Bezirksliga – noch Unentschieden. Der Siegtreffer lag kurz vor Schluss sogar auf dem Fuß. Doch anstatt diese kleine Euphorie mit in das darauffolgende Spiel beim SV Pennigbüttel zu nehmen, verlor man als Achter gegen den Neunten mit 0:1 und rutschte ans Ende des Tableaus. „Wir haben da nicht die richtige Einstellung gefunden“, weiß Trainer Thomas Heidler. Abteilungsleiter Markus Hoyer pflichtet ihm bei: „90 Prozent reichen auch gegen Pennigbüttel nicht. Wir dürfen solche Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Ein weiteres Manko sieht der Coach in der Chancenverwertung: „Wir sind gegen Oyten, Osterholz und Schwanewede in den ersten 15, 20 Minuten gut drin, machen aber das Tor nicht. Dann läuft es jeweils wahrscheinlich auch anders.“

Verletzungen dürften laut Hoyer hingegen keine Ausrede sein. Der Kader sei „gut besetzt“, auch wenn man „natürlich nicht jeden Leistungsträger wie Ole Bruns oder die Peter-Brüder eins zu eins ersetzen kann“. Doch ist der Kader wirklich in der Breite ausreichend aufgestellt? Zumindest nicht von Anfang an. Das zeigen auch die äußerst kurzfristigen Neuzugänge Jan Garbers – kam nach langem Gezerre vom Rotenburger SV – und Daniel Reuter, den der Bezirksligist erst am Deadline Day vom Landesligisten TSV Ottersberg verpflichtete. Es wirkte etwas nach Panik. „Sie waren recht spontan“, versucht Visselhövedes Abteilungsleiter es klein zu reden.

Heidler erwartet eine Reaktion auf das Pennigbüttel-Spiel

Eine Reaktion auf den Auftritt im vergangenen Spiel gegen den SV Pennigbüttel wollen die Bezirksliga-Fußballer des VfL Visselhövede zeigen. Für das Spiel am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen die TuSG Ritterhude gibt Trainer Thomas Heidler vor: „Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und wieder zu uns finden. Jeder muss erst mal wieder seine Aufgabe erledigen.“ Das vergangene Auswärtsspiel war „ein hartes Brett“, ist dem Trainer die Enttäuschung immer noch anzumerken. Umso schwerer wird es, denn der kommende Gegner rangiert derzeit auf Platz vier. „Die spielen oben mit und können das auch“, weiß Heidler um die Qualitäten der Ritterhuder. Personell sieht es bei den Visselhövedern gemischt aus. Während Max Kregel aus dem Urlaub zurück ist, Ole Bruns im Kader steht, ist hinter Patrick Peter ein Fragezeichen. Michael Lohmann (Urlaub) und Mirko Peter (gebrochener Mittelhandknochen) fehlen auf jeden Fall. hd

Zumindest Lukas Mensing sei „aus der Not heraus geboren“. Gespräche wurden mit dem Torwart zwar schon länger geführt, konkret wurde es aber erst, nachdem Stammkeeper Max Kregel im Heimspiel gegen den FC Hansa Schwanewede (0:3) die Rote Karte sah und damit gegen den TV Oyten fehlte. Hinzukam, dass Ersatzmann Tobias Laatsch ebenfalls nicht zur Verfügung stand, da er sich bei der zweiten Herren eine Platzwunde an der Stirn zugezogen hatte. An Mensing liegt es jedenfalls nicht, dass der VfL Visselhövede auf dem letzten Tabellenplatz steht. Er sei „ein Glücksgriff“ gewesen, findet Hoyer.

Die eine Lösung gibt es also scheinbar nicht. Hoyer dazu: „Wenn ich die hätte, hätten wir die Probleme schon abgestellt.“

Und so dümpeln die Heidestädter weiter unten rum. Angenommen, am Ende der Saison steht der Abstieg in die Kreisliga, wie dramatisch wäre dieser wirklich? „Es wäre natürlich brutal ärgerlich, zumal die Aufstiegsrunde unser eigentliches Ziel war. Aber die Messe ist noch nicht gelesen und wir sehen die Situation momentan nicht als Krise, sondern als Chance“, ordnet Hoyer ein. Ähnlich sieht es auch Heidler. Er sagt: „Ich habe da noch gar keinen Gedanken dran verschwendet.“

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