„Vissels“ Eike Beneke kuriert in der Coronapause schwere Knieverletzung aus

Die Rückkehr fest im Blick

„Vissels“ Eike Beneke (r.) will nach mehr als eineinhalb Jahren Verletzungspause wieder einsteigen.
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„Vissels“ Eike Beneke (r.) will nach mehr als eineinhalb Jahren Verletzungspause wieder einsteigen.

Visselhövede – Eike Beneke ist ehrlich. „Für den Kopf ist es gut, dass ich gerade nicht jede Woche den Anderen beim Fußballspielen zusehe.“ Während wohl alle Fußballer des Kreises das Ende der coronabedingten Pause herbeisehnen, nutzt der Verteidiger des VfL Visselhövede die erneute Wettkampfpause, um wieder fit zu werden. Beneke muss sich nach einem „Totalschaden“ im rechten Knie zurückkämpfen.

Wann der 25-Jährige das letzte mal gegen einen Ball getreten hat, weiß er gar nicht mehr genau. „Vielleicht war das mal in einer Halbzeit kurz als Daddelei“, mutmaßt er. Das letzte Spiel hat Beneke jedenfalls am 11. August 2019 im Trikot des MTV Soltau gegen den TSV Elstorf in der Bezirksliga bestritten. Nach einer Flanke wollte der Innenverteidiger zum Ball, sein Keeper Jürgen-Günter Kraak war jedoch schneller. Beim Abstoppen passierte das Unglück: Das Knie des Abwehrmanns knickte ohne Fremdeinwirkung komplett nach innen.

Drei Operationen im Knie sind nötig

Die Folge: Das vordere Kreuzband war gerissen, der Außenmeniskus war ebenfalls durch. Einen Knorpelschaden dritten Grades sowie ein Knochenmarködem gab es obendrein. Die Zeit beim MTV Soltau endete nach zwei Partien wieder. Erst vor der Saison 2019 war er von seinem Heimatverein „Vissel“ zum Bezirksligisten gewechselt, gab seinen Pass aber Anfang 2020 wieder bei den Heidestädtern ab. „Trotzdem war es in Soltau eine gute Zeit – die gesamten eineinhalb Monate“, scherzt Beneke.

Er hätte damals nie mit so einer schweren Verletzung niemals gerechnet. „Ich hatte schon in der Kabine keine riesigen Schmerzen mehr, bin abends bereits ohne Krücken gegangen und habe zu den Jungs gesagt, am Mittwoch bin ich wieder dabei“, erzählt er schmunzelnd. Der Plan ging schief. Insgesamt drei Operationen waren nötig, um das Knie zu flicken. Im Mai folgte der letzte Eingriff – fast zehn Monate nach dem Unglück.

Nun nutzt der Rechtsfuß die spielfreie Zeit, um in aller Ruhe wieder fit zu werden. Physiotherapie, Dehnen und Muskelaufbau stehen ebenso auf dem Plan wie einige kurze Läufe. „Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man wieder ohne Schmerzen laufen kann“, sagt der Rückkehrer. Einen weiteren Rückschlag musste er jedoch verkraften: Ein Patellaspitzensyndrom wurde diagnostiziert und verursacht manchmal Schmerzen im reparierten Knie.

Das soll nun aber nicht mehr von dem Comeback abhalten. Wenn es im Frühjahr beim VfL Visselhövede wieder in der Vorbereitung losgeht, will Beneke wieder langsam einsteigen. „Einmal will ich es auf jeden Fall noch probieren. Allein schon, um es mir selbst zu beweisen“, lautet seine Ansage. „Ich will selbst bestimmen, wann ich mit Fußball aufhören will – und das bestimmt nicht mit 25.“ Hoffnung gibt es jedenfalls. „Vor zwei Monaten sah beim MRT alles gut aus.“ Die coronabedingte Pause kommt Beneke also durchaus gelegen.

Von Vincent Wuttke

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