Visselhövedes Coach Peter Norden dreht an den richtigen Schrauben und legt Wert auf Disziplin

„Die Mannschaft ist der Held“

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Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseVISSELHÖVEDE · Das Motto für die Zukunft hatten sie sich mal eben ganz frech von der deutschen Pop-Rock-Band „Wir sind Helden“ ausgeliehen: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, stand hinten auf den angefertigten Meister-Shirts des VfL Visselhövede. Widersprechen mochte dem neuen Titelträger der Fußball-Kreisliga und Bezirksliga-Rückkehrer da keiner.

Ob die Heidestädter nach zwei Kreisliga-Jahren jedoch tatsächlich aus der Vergangenheit gelernt haben und reif für den Bezirk sind, müssen sie ab August beweisen. Coach Peter Norden ist aber ganz optimistisch und sagt: „Wir wollen die Mannschaft nicht aufblähen. Wir suchen nur zwei, drei gestandene Eckpfeiler, die uns helfen. Und wir wollen unsere U19-Spieler nach und nach einbauen.“

Norden ist quasi auch ein Synonym für oben – zum dritten Mal trainiert der 56-Jährige, der beruflich im Qualitätsmanagement eines großen Autobauers tätig ist, den VfL Visselhövede inzwischen. Und schon 2003 gelang ihm – mit den damals gerade der Jugend entwachsenen Thomas Heidler und Claas Bargfrede – der Titel in der Kreisliga. Nun sind eben diese Akteure die Säulen. Und der Coach betont: „Die Mannschaft ist der Held, nicht ich!“

Allerdings hat er auch an den entscheidenden Schrauben gedreht. Den Ruf einer „Rüpel-Elf“ haben sie längst abgelegt. Nur eine Gelb-Rote Karte bedeutet in dieser Saison kurz vor dem Ende Platz vier in der Fairnesstabelle. Im Vorjahr waren es gleich vier Mal Rot und vier Mal Gelb-Rot gewesen. „Peter legt viel Wert auf Disziplin – und da haben wir uns alle dran gehalten“, sagt Kapitän Thomas Heidler. Norden entgegnet wiederum: „Es ist eine leicht zu trainierende Mannschaft, da brauchte ich nicht disziplinarisch einzugreifen, das haben die Jungs immer selbst geregelt. Ich habe ihnen immer gesagt: Wir sind stark genug, dass wir unsere Probleme sportlich lösen können. Da brauchen sie nicht zu meckern oder zu schubsen. Und wenn alle begriffen haben, dass du nur als Team was bewegen kannst, bist du auf dem richtigen Weg.“

Auch sonst hat der Trainer seine klaren Vorstellungen umgesetzt: „Ich richte mein Spiel immer nach meiner Mannschaft aus, die ich habe. Allerdings musste sie lernen, vorne reinzugehen.“ Die offensivere Ausrichtung (auch mit zwei Spitzen) tat „Vissel“ gut: 49 Tore waren es letzte Saison, jetzt sind es bislang 68 – auch das ist Liga-Spitze. Was nicht zuletzt auch mit Mariusz Szymanski zusammenhängt. Er war der dringend benötigte Goalgetter und erzielte bis dato 22 Treffer. Norden: „Wenn es mal eng wurde, hat er kühlen Kopf behalten und einen reingeschoben.“ So wie auch am Freitag gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf.

Hinzu kam, „dass wir keine großen Ausfälle hatten“, erinnert Thomas Heidler an einen weiteren wichtigen Aspekt. So gelang Visselhövede auch mit einem sehr dünnen Kader der recht souveräne Titelgewinn. „Und für den einen oder anderen ist es jetzt in der Bezirksliga auch leichter zu sagen: Ja, ich komme zum VfL Visselhövede“, glaubt Heidler.

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