Sottrums Matthias Michaelis über Aufstiegschancen und seinen geplatzten Wechsel

„Die Liga ist bekloppt“

Matthias Michaelis entnervt mit seinen Sololäufen manche Abwehr. - Foto: Freese

Sottrum - Die Offensive des TV Sottrum läuft in dieser Kreisliga-Saison auf Hochtouren. Schon jetzt hat das Team den Wert der vergangenen Saison überflügelt und bereits 47 Treffer erzielt. Einen großen Anteil hat daran einer, der den Club im Sommer fast verlassen hätte – Matthias Michaelis. Doch der Wechsel des 27-jährigen Stürmers zum Rotenburger SV scheiterte kurz vor Abschluss.

Im Sommer hätten Sie Sottrum fast in Richtung Rotenburg verlassen. Trauern Sie dem gescheiterten Deal in die Landesliga noch nach?

Matthias Michaelis: Natürlich denke ich manchmal, dass es schade um die Chance ist. Aber ich bin generell ein Mensch, der Dinge schnell abhakt. Ich trauere dem also nicht mehr nach.

Hat es sich damit auch für Sie erledigt, noch einmal höherklassig zu spielen?

Michaelis: Das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall werde ich jetzt aber beim TV Sottrum bleiben, es sei denn, wir zerstreiten uns alle.

In dieser Saison haben Sie Ihr Team mit Ihren Offensivkollegen auf Platz fünf geschossen. Mischt Sottrum noch im Aufstiegsrennen mit?

Michaelis: Wir haben auf jeden Fall noch Chancen, aber dafür müssen wir einen längeren Atem als andere haben. Außerdem ist die Liga bekloppt – es ist alles möglich.

Im Sturm spielen Sie gemeinsam mit Nico Fröhlich und bilden somit das wohl kleinste Sturmpaar der Liga. Ist das eher ein Vor- oder ein Nachteil?

Michaelis: Wir sind als kleine Spieler wesentlich flinker als unsere Gegenspieler. Zwar ist das Kopfballspiel bei uns beiden nicht gerade überragend, dafür spielen wir uns am Boden teilweise in einen Rausch.

Allerdings hat ihr Team in den vergangenen vier Spielen drei Mal nur ein Unentschieden erreicht. Sind Sie die neuen Remiskönige?

Michaelis: Wenn überhaupt, sind wir die alten und neuen Könige. In den vergangenen Jahren haben wir noch viel häufiger Remis gespielt. Wir hatten uns schon gewundert, weshalb wir in diesem Jahr so wenige davon hatten.

Ist das Spiel am Sonntag beim Heeslinger SC II schon die letzte Chance, um ganz oben anzugreifen?

Michaelis: Wenn man bedenkt, dass sie dann sieben Punkte vor uns wären, wäre bei einer Niederlage wohl nur noch Platz zwei drin.

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