Nachwuchskicker dürfen wieder trainieren

Die Jugend hat jetzt Vorrang

Zweikämpfe stehen noch nicht an – erst mal geht es kontaktfrei los.
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Zweikämpfe stehen noch nicht an – erst mal geht es kontaktfrei los.

Rotenburg – „Der Kindersport kann wieder anfangen“, verkündete Ministerpräsident Stephan Weil via Livestream am Donnerstagabend aus der Quarantäne. Das gilt jedoch zunächst nur für draußen! Und so haben die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz hinsichtlich des Amateursports vor allem bei den Fußballclubs zu vorsichtig-hektischen Aktivitäten geführt.

Ab Montag dürfen maximal 20 Kinder bis 14 Jahre wieder gemeinsam trainieren, in den nächsten zwei Wochen allerdings nur kontaktfrei und bei einem Inzidenzwert von unter 100 (Rotenburg liegt derzeit bei 42). Bei allen älteren Jugendlichen und Erwachsenen ist die Personenzahl bis zum 22. März auf zehn begrenzt, jedoch muss der Inzidenzwert unter 50 liegen. Dass dem Nachwuchs dabei der Vorrang eingeräumt wird, stößt auf breite Zustimmung. „Das ist genau richtig, das ist die Gruppe, die am meisten leidet“, sagt etwa der Kreisvorsitzende Uwe Schradick.

Erfreut, aber noch vorsichtig-zurückhaltend haben viele Vereine die Erlaubnis zur Rückkehr aufgenommen. „Wir warten noch auf Rückmeldung von den Stammvereinen, ob wir wieder auf die Plätze dürfen. Aber wenn wir dürfen, dann gehen wir auch trainieren. Das haben wir am Donnerstagabend beschlossen“, erklärt Thorsten Hoffmann aus dem Vorstand Sport des JFV Wiedau Bothel. „Wenn das Okay der Gemeinde da ist, geht’s los“, sagt auch Carsten Tietjen, Vorsitzender des SV Rot-Weiß Scheeßel. Dass es nicht nur an der Verordnung des Landes hängt, darauf weist auch Lars Neugebauer, der Corona-Beauftragte des Rotenburger SV hin. „Letztlich ist für uns der Landkreis maßgeblich. Und die Sportanlage muss von der Stadt wieder geöffnet sein. Sobald die Freigabe vorliegt, wollen wir es den Kindern und Jugendlichen auf jeden Fall ermöglichen. Aber lasst es uns umsetzen, ohne mega Stress zu machen.“

So will es auch der JFV Union handhaben, wie der Vorsitzende Thomas Holzkamm erklärt: „Montag ist bei uns Jugendsitzung, da werden wir es besprechen und dann geht es Dienstag definitiv auf den Platz. Die Kinder sind doch alle heiß. Wir stellen es unseren Trainern und den Spielern aber auch frei.“

Eine Problematik, auf die Andreas Kurth, Sportlicher Leiter der Jugend-Leistungsteams beim Rotenburger SV hinweist, dürfte aber allen Vereinen Sorge bereiten. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, so sind ab dem 22. März beim Kontaktsport tagesaktuelle Schnelltests Pflicht für eine Trainingsteilnahme. „Wer finanziert die? Wer kontrolliert die?“, fragt Kurth. „Ich bin gespannt, wie das gelöst werden soll“, rätselt auch Holzkamm. „Ich bin da skeptisch.“

Unklar ist derzeit bei vielen Vereinen auch noch, wann die Herrenteams auf den Trainingsplatz zurückkehren. Erst ab dem 22. März oder – in Kleingruppen ohne Kontakt – bereits ab nächster Woche? „In der Bezirksliga und Kreisliga reichen 14 Tage Vorlaufzeit“, glaubt Holzkamm. Und der Scheeßeler Tietjen empfiehlt seinem Team aus der 1. Kreisklasse: „Die Männer können erst mal im Wald ihren Trainingsrückstand aufholen.“

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