Neues Trainer-Quartett plus Rathjen

Wieder Training am DFB-Stützpunkt in Zeven

Klaas Rathjen hockt mit Andreas Kierath, Lukas Ringen, Hendrik Lemke und Christoph Meinke auf dem Rasenplatz.
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Zusammen mit „Gasttrainer“ Klaas Rathjen bilden Andreas Kierath, Lukas Ringen, Hendrik Lemke und Christoph Meinke das neue Trainer-Team des DFB-Stützpunktes in Zeven.

Nachdem im Kreis Rotenburg durch die „Notbremse“ der Sport nur eingeschränkt möglich ist, musste auch der DFB-Stützpunkt in Zeven darauf reagieren.

Zeven – Das erst im vergangenen Sommer neu zusammengestellte Trainer-Team des DFB-Stützpunktes Zeven hat Zuwachs bekommen: Klaas Rathjen unterstützt das Quartett jetzt während der Corona-Pandemie. Der 36-jährige Rotenburger betreut ansonsten die U 15-Regionalauswahl und ist ein gern gesehener Gast. „Ich fühle mich im Kreis meiner aufgeschlossenen Kollegen sehr wohl“, sagt Rathjen. Weil im Kreis Rotenburg seit Montag wegen des Überschreitens des Inzidenzgrenzwertes die Notbremse greift, musste auch der Stützpunkt zu kontaktlosen Fünfergruppen (bis einschließlich 13 Jahre) zurückkehren – die Trainer benötigten zudem einen tagesaktuellen negativen Test.

Klaas Rathjen erlebt so derzeit andere Abläufe während der Ausbildung der Talente. „Die Regionsauswahl betreue ich mit überregionalen Trainern. Dort gibt es gerade einmal drei Übungseinheiten im Jahr. Dann absolvieren wir Vergleichsspiele gegen Mannschaften aus den Nachwuchsleistungszentren. Dort können sich unsere Spieler noch einmal zeigen und haben die Chance, zu einem Probetraining eingeladen zu werden“, erzählt der Coach.

Christoph Meinke ist seit 2019 beim Stützpunkt dabei und für den Jahrgang 2008 zuständig.

In Zeven nahm der Stützpunkt nach einer halbjährigen Corona-Zwangspause die Arbeit im März wieder auf. Damit genießen die Talente der Jahrgänge 2007 bis 2009 auf dem Ahesportplatz wieder anspruchsvolle Übungseinheiten und entwickeln sich kontinuierlich weiter. Was fehlt, sind die Vergleichspiele gegen andere Stützpunkte, um das Erlernte in die Praxis umzusetzen.

„In den sechs Monaten Pause ist fußballerisch schon einiges verloren gegangen. Bei den Kids herrschte nach der Rückkehr aber eine große Spielfreude“, berichtet Lukas Ringen. Der 28-Jährige agiert neben Torwarttrainer Hendrik Lemke (36) in seiner ersten Saison in der Talentförderung. Das Trainerteam komplettieren Andreas Kierath (44), der zuvor 13 Jahre im Stützpunkt Oyten arbeitete, Klaas Rathjen sowie Christoph Meinke. Der 33-jährige Botheler ist seit 2019 dabei.

Für den Jahrgang 2007 ist Ringen verantwortlich, der drei Torhüter und neun Feldspieler im Kader hat. „Die Spieler sind im Training sehr motiviert, möchten in technischer und taktischer Hinsicht dazulernen“, meint der Ostereistedter, der am Montag in den individuellen Übungen Passfolgen, Ballan- und Mitnahme sowie Dribblings anbot. „In jedem Training ist viel Feuer“, sagt Ringen.

Stützpunkt Zeven – die Kader

Jahrgang 2007

Damian-Rafael Rössel, Thees Borstelmann, Jaron Kaiser, Laurin Peschlow, Jan-Lennart Meyer, Torge Albers, Paul Helmdach, Jakob Gohde, Laurens Otten (alle JFV A/O/B/H/H), Tom Ole Steffens, Matti Kaiser (beide VfL Sittensen), Bennet Hesse (JFV Concordia).

Jahrgang 2008

Daniel Boger, Joris Mahnken, Lenn Luis Dallmann, Max Schefer, Dennis Chmielewski, Vincent Haneke (alle JFV A/O/B/H/H) Marten Buck (JFV Bremerhaven), Lukas Gauss (JFV Union), Mika Reichmann (SV RW Scheeßel), Max Bellmann (TV Jahn Schneverdingen), Luiz Heinzel, Andrej Karanovic, Julian Merkel, Emily Blanken (alle VfL Sittensen).

Jahrgang 2009

Moritz Meyer, Lias Kaiser, Zinedin Kucevic, Louis Bucher, Mattis Elia Wichern (alle VfL Sittensen), Lönne Schulze (TuS Hipstedt), Jari-Keanu Krooß, Mathis Könke (beide TSV Oerel-Barchel), Lino Schmidt (TSV Karlshöfen), Jannis Behrens (SV RW Scheeßel), Bennett Warschke, David Atta, Paul Gauss (alle JFV Union), Torge Riggers, Charlie Schröder (beide JFV Concordia), Ben Emilio Stripling (JFV A/O/B/H/H) Alex Heizenreder (Bremervörder SC).

Die Gruppe des Jahrgangs 2008, die aus 13 Talenten besteht, coacht Christoph Meinke. Allein unter Jungs ist Emily Blanken vom VfL Sittensen. Die Torhüterin agiert dabei selbstbewusst. „Ich spiele im Verein auch mit Jungs zusammen, daher macht es keinen Unterschied. Das Training im Stützpunkt ist eine schöne zusätzliche Einheit. Das Torwarttraining ist richtig gut“, findet die 13-Jährige.

Der Kader ist mit vielen jungen Talenten gespickt. „Bei den Sichtungen hat sich eine Spitze herauskristallisiert, alle sind förderungswillig. Und wir sind glücklich darüber, dass wir das Training Mitte März wieder aufnehmen durften. Damit haben die Kids endlich eine gute Abwechslung“, betont Meinke: „Schade ist nur, dass wir uns nicht in Vergleichsspielen messen können. Dort sehen wir, wie sich die Spieler schlagen.“ Mit Julius Heiduck aus Selsingen hat sich ein Talent auch bereits in die U 13 des FC St. Pauli verabschiedet. „Julius ist enorm stark und schlägt sich im Nachwuchsleistungszentrum prächtig“, berichtet Meinke.

Klaas Rathjen, hier mit Ben Emilio Stripling, unterstützt derzeit den Stützpunkt in Zeven.

Die Jüngsten (Jahrgang 2009) werden von Andreas Kierath betreut. Die 13 Talente profitieren von der langjährigen Stützpunktarbeit des Ostereistedters in Oyten. „Wir haben im Kader eine Handvoll überdurchschnittlicher Spieler, doch auch der Rest kann kicken. Dennoch schauen wir im Training auf jeden Einzelnen und werden den Kader verkleinern“, erklärt Kierath. „Dass montags wieder trainiert werden darf, finden die richtig geil. Die haben mega Bock auf Fußball. Im Abschlussspiel geht es richtig zur Sache“, sagt er.

„Wir haben in den drei Jahrgängen neun Torhüter, das ist ungewöhnlich viel“, findet Hendrik Lemke, der aber feststellt: „In den Vereinen wird leider nur wenig Torwarttraining angeboten“, so der 36-Jährige. Daher übt er mit den Jüngsten auch Grundtechniken mit vielen Wiederholungen. „Bei den 08ern und 07ern werden die Basics mit spielerischen Situationen verknüpft“, erklärt Lemke, der mit Laurin Peschlow aus Sittensen ein Ausnahmetalent betreut. „Laurin bringt viel Talent mit. Der wird seinen Weg machen“, glaubt Lemke. Der 13-Jährige selbst findet: „Das sind gute und anspruchsvolle zusätzliche Einheiten. Die machen Spaß. Ich lerne ständig dazu.“

Von Manfred Krause

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