DFB-Schatzmeister fordert nach Niersbachs Rücktritt „unverzügliche Preisgabe“

Grindel bricht sein Schweigen

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DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel fordert Aufklärung.

Von Julian Diekmann und Matthias Freese. Nach Wochen des Schweigens hat sich DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel zum Skandal um die Vergabe der FIFA-WM 2006 und der Amtsniederlegung des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach geäußert. Der Rotenburger bedauert den Rücktritt von Niersbach sehr und fordert zugleich, „dass die Verantwortlichen für die Fehlentwicklung im Zusammenhang mit der Vergabe und der Organisation der Fußball-WM 2006 endlich ihren Beitrag zu einer umfassenden Aufklärung leisten“.

Laut dem 54-jährigen, der gleichzeitig stellvertretender Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestags ist, hat Niersbach mit seinem Rücktritt in „beeindruckender Weise“ Verantwortung übernommen. Der CDU-Politiker fordert nun bedingungslose Aufklärung.

„Damit die Kanzlei Freshfields ihren Untersuchungsbericht zeitnah der Öffentlichkeit vorstellen kann, müssen alle Auskunftspersonen ihr Wissen unverzüglich preisgeben“, erklärt Grindel, der damit zu einem Fragekatalog unserer Zeitung Stellung bezieht. Allerdings geht er dabei nicht auf alle Fragen ein, die wir ihm übersandt haben. So lässt er unter anderem die Frage „Werden Sie für das Amt den DFB-Präsidenten kandidieren?“ mit der Antwort „An Personalspekulationen beteilige ich mich nicht“ unbeantwortet. Auch auf die Fragen „Haben Sie sich schon entschieden, ob Sie wieder für den Bundestag kandidieren werden?“ sowie „Ließe sich das Amt des DFB-Präsidenten mit dem Beruf als Bundestagsabgeordneter vereinbaren?“ gibt es keine Antworten.

Vielmehr heißt es in seinem Statement: „Ich wünsche mir, dass Präsidium und Vorstand des DFB zu einer einvernehmlichen Lösung der jetzt anstehenden Personalfragen kommen. Geschlossenheit ist eine wichtige Grundlage, um die inhaltlichen Herausforderungen, die wir im DFB jetzt bestehen müssen, gemeinsam gut zu bestehen.“

Neben Grindel gehören DFB-Interimspräsident Rainer Koch und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge von Wolfgang Niersbach. Bereits gestern hat DFB-Teamchef Oliver Bierhoff der DFB-Präsidentschaft eine Absage erteilt.

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