Designierter Coach sagt RSV aus familiären gesundheitlichen Gründen ab / Schmitz und Gütschow frei

Koopmann fällt Rückzug schwer

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Das sollte eigentlich sein künftiger Arbeitsplatz sein – aber André Koopmann wird nun doch nicht als Coach auf der Bank des RSV Platz nehmen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Enttäuschung ist groß. Auf beiden Seiten. „Das hätte so gut gepasst“, ist sich Paul Metternich, Vorstandsmitglied des Rotenburger SV, ziemlich sicher. „Ja, das glaube ich auch“, stimmt André Koopmann ihm zu. Doch der designierte Coach hat eine andere Entscheidung getroffen. Wegen „familiärer gesundheitlicher Probleme“ musste er seine bereits getroffene Zusage beim Fußball-Landesligisten kurzfristig zurückziehen.

„Ich hätte es mehr als nur gerne gemacht“, sagt Koopmann, der sich ursprünglich vor einem Monat mit dem RSV auf eine Zusammenarbeit ab Sommer geeinigt hatte. Auch auf Spielersuche hatte er sich bereits erfolgreich begeben. „Ich hatte schon zwei Zusagen für die neue Saison und habe viele Gespräche geführt. Ich war heiß, ich wollte den Job unbedingt machen“, betont der 37-jährige B-Lizenz-Inhaber, der einen hohen Anspruch an sich selbst hat.

Doch jetzt musste er umplanen und machte nach einer einwöchigen Bedenkzeit einen Rückzug, der „alternativlos“ ist. „Ich bedaure das sehr, aber wir müssen das respektieren“, meint Metternich. Ein anderes Engagement kommt für Koopmann übrigens nicht infrage: „Ich werde definitiv nirgendwo anders Trainer. Das ist völliger Quatsch. Ein ganz klares Nein mit drei Ausrufezeichen!“, betont der Hönischer.

Die Mannschaft wurde am Dienstagabend offiziell informiert. Und der Vorstand ist nun gefordert, denn die Trainerstelle ist wieder vakant, nachdem sich der Verein dazu entschieden hatte, den Vertrag mit dem aktuellen Coach Jan Fitschen nicht zu verlängern. Was nun? „Wir müssen die Mannschaft mit ins Vertrauen ziehen. Das ist eine Ausnahmesituation“, erklärt Metternich. „Wir müssen jetzt gezielt nach einer Möglichkeit suchen und wenn es geht eine Alternative aus der kurzen Distanz finden.“ Denkbar wäre somit eine interne Lösung – etwa Tim Ebersbach, den spielenden Co-Trainer, als Chefcoach zu installieren.

Doch es sind ja durchaus auch andere hochkarätige Kandidaten auf dem Markt. Etwa Ex-Profi Torsten Gütschow, der nach seiner Zeit beim TuS Heeslingen nur wenige Monate bei der TSG Neustrelitz tätig war, immer noch in Zeven wohnt und seit anderthalb Jahren ohne Trainerjob ist.

Erst seit wenigen Tagen ist auch Andre Schmitz wieder frei. Der langjährige Coach des Oberligisten TB Uphusen hatte sein Amt beim Landesligisten TSV Oldenburg niedergelegt. Und beim einstigen Oberliga-Club VSK Osterholz-Scharmbeck, inzwischen nur noch Bezirksligist, ist Ex-Profi Matthias Ruländer im November ausgeschieden.

André Koopmann hat derweil versprochen, sich zumindest bei dem einen oder anderen Spiel im Ahe-Stadion blicken zu lassen. Und Metternich hat ihm bereits zugesichert: „Du kriegst eine Dauerkarte von mir zugeschickt.“

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