Das Derby als Standortbestimmung

TuS Rotenburg empfängt Achim/Baden

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Im Hinspiel kam Linksaußen Lukas Misere (am Ball) nicht wie gewohnt zur Entfaltung und erzielt gegen die SG Achim/Baden nur drei Treffer aus dem Spiel heraus. Der TuS Rotenburg unterlag mit 16:25.

Rotenburg - Von Nicolas Tr‰boute. So richtig einzuschätzen ist das Leistungsvermögen des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg derzeit nicht. Denn ob die heftige 17:32-Niederlage bei der HSG Barnstorf-Diepholz Anfang des Monats wirklich nur ein Ausrutscher war, lässt sich auch anhand des souveränen 27:19-Derbyerfolgs gegen den TSV Bremervörde vom Wochenende nicht abschließend beurteilen. Zu groß war der Klassenunterschied zwischen dem personell arg gebeutelten Schlusslicht und der Sieben von Trainer Nils Muche.

Nach dem zweiten Derby innerhalb einer Woche wird der Tabellensiebte wohl etwas schlauer sein, denn am Donnerstag (20.15 Uhr) geht es in der Rotenburger Pestalozzihalle gegen die SG Achim/Baden.

„Das wird mit Sicherheit eine Standortbestimmung. Achim ist ein anderes Kaliber als Bremervörde. Wir wollen uns trotzdem mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel festsetzen“, erklärt Rotenburgs Teammanager Michael Polworth vor der Partie, die ursprünglich am 27. Januar hätte stattfinden sollen, dann aber aufgrund des am selben Tag ausgetragenen WM-Finales verschoben wurde. „Konzentriert spielen, Geduld haben und sich an die Vorgaben halten“, lautete das knappe Erfolgsrezept von Übungsleiter Nils Muche.

Personell sieht es bei den Gastgebern gut aus, dennoch gibt es einen Wermutstropfen zu verzeichnen: Der in dieser Saison überhaupt noch nicht eingesetzte, langzeitverletzte Routinier Patrick Zahn, seit 2015 im Trikot der Wümmestädter, hat einen Rückschlag erlitten. „Er wollte wieder anfangen und hat sich vergangenen Donnerstag im Training wieder die Schulter ausgekugelt“, berichtet Coach Muche, der gegen Achim/Baden von einem Duell auf Augenhöhe ausgeht. In der Hinrundenpartie waren die Rotenburger weit davon entfernt. Mit 16:25 unterlag man dem Tabellenzehnten am ersten Spieltag deutlich. „Achim müsste im Tableau auch eigentlich deutlicher höher stehen“, findet Polworth, dem zuletzt die Wurfauswahl beim Wümme-Team nicht gefiel: „Wir brauchen momentan zu viele Chancen, weil wir uns zu oft die schweren Würfe nehmen.“

Das Derby ist übrigens gleichzeitig das Duell der beiden backelosen Teams der Liga - Rotenburg muss seit jeher drauf verzichten und muss sich deshalb ständig den Unmut der Gästemannschaften (wie zuletzt auch vom TSV Bremervörde) anhören. Achim/Baden darf nach der Rückkehr in die Gymnasiumhalle dort kein Haftmittel mehr benutzten, da es auch dort der Landkreis untersagt hat, nachdem im November bei der Reinigung der Hallenboden beschädigt worden war. Deshalb probt Achims Coach Tobias Naumann auch in der Trainingsstätte, der Lahofhalle, meist ohne Harz.

Geleitet wird das Nachbarschaftsduell vom wohl besten Gespann der Liga, von Heiko Bujalla (TV Oyten) und Volkmar Hustedt (TSV Daverden).

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