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Der Sieg soll gegen Ramlingen auch ohne Siech her

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Von: Matthias Freese

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Marlo Siech (l.) beim Kopfball im Ahe-Stadion.
Marlo Siech (l.) ist eine der Säulen beim RSV. Jetzt droht der Abwehrchef jedoch wegen einer Knieverletzung auszufallen. © Freese

Nun droht auch noch Marlo Siech auszufallen. Optionen, wer ihn in der Verteidigung ersetzt, gibt es einige. Einer kann sich allerdings besonders Hoffnungen machen.

Rotenburg – Sämi van den Berg, Kevin Klee, Marlo Siech – dieses Trio wäre eigentlich die präferierte Dreierkette des Rotenburger SV. Doch es scheint so, als würde der Jüngste des Trios, der 19-jährige Klee, für das Heimspiel gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen am Sonntag (15 Uhr) als letzter Mohikaner übrig bleiben, nachdem Siech sich in der Partie gegen Aufsteiger FSV Schöningen am rechten Knie verletzt hat. „So wie es aussieht, werde ich die ganze Woche nicht trainieren können. Somit fällt das Spiel am Sonntag auch flach“, berichtet der vom FC Oberneuland gekommene Neuzugang.

Von der Dreierkette hatte sich Coach Tim Ebersbach ohnehin schon vor Wochen verabschiedet. Er lässt zumeist im 4-3-3-Verbund spielen, nachdem van den Berg mit einem vermuteten Überlastungssyndrom am Schienbein seit der Saisonvorbereitung ausfällt. Klee und Siech bildeten deshalb (mit meist sehr soliden Leistungen) die Innenverteidigung. Immerhin gibt es im Fall von Siech vorsichtige Entwarnung. Auf den Röntgenaufnahmen und Ultraschallbildern sind „glücklicherweise keine Schäden am Meniskus oder Kreuzband festzustellen“, berichtet der Abwehrmann. Eine MRT-Untersuchung solle das nun noch in den nächsten Tagen bestätigen. Der 24-Jährige hat sogar noch leise Hoffnungen, was das Spiel am Sonntag angeht. „Ich bin da in Abstimmung mit dem Trainer. Wir werden das Freitag zusammen entscheiden. Es ist ein wenig tagesabhängig von den Schmerzen her. Ich vermute aber eher, dass ich nächste Woche – wenn alles gut läuft – ins Training wieder einsteigen werde.“

Drewes-Rückkehr ist dieses Wochenende ausgeschlossen

Ebersbach ist im Vorfeld also auf jeden Fall zum Umdenken gezwungen. „Die Verletztensituation ist bis jetzt schon heftig. Wenn Marlo, unser Abwehrchef, auch noch dazu kommt – das wäre ein Brett“, sagt der Coach. Andererseits ist er überzeugt von der Qualität und Breite des Kaders und betont: „Wir haben noch genug Optionen.“ Eine Rückkehr von Co-Trainer Christoph Drewes ist jedoch zumindest für dieses Wochenende ausgeschlossen, weil er im Urlaub ist. Lewis Stroth steht derzeit hinten an, während Björn Mickelat eine echte Alternative bei einer Dreierkette wäre. Und auch Arthur Bossert hat sich im Training bereits hinten bewährt, wie Ebersbach verrät. Die wahrscheinlichste Lösung stand aber bereits in Hälfte zwei gegen Schöningen in der Zentrale: Linksverteidiger Björn Hakansson ersetzte Siech. „Ich nehme ihn gerne für die Außenposition, aber er hat ein super Spiel gemacht, ist gut vom Timing, vom Fußballerischen und von der Ballruhe. Und er macht die Klappe auf. Wir haben mit ihm immer noch eine Kette, an der es nichts zu meckern gibt. Warum also etwas ändern?“, sagt Ebersbach, der neben van den Berg weiter auf die ebenfalls Langzeitverletzten Stefan Denker, Noel Lohmann und Marcel Marquardt sowie auf Tobias Kirschke (Urlaub) und Timon Wollf (Prellung an der Hüfte) verzichten muss.

Dass seine Elf in den vergangenen drei Heimspielen jeweils nach einer Führung noch den späten Ausgleich fing, bezeichnet der Trainer „als Zufall. Gegen Braunschweig war es ein fragwürdiger Elfmeter, gegen Spelle absolut leistungsgerecht und jetzt ein Torwartfehler. Es ist nicht erkennbar, dass wir die Tore fressen, weil wir auf dem Zahnfleisch kriechen“, untermauert er.

Klar ist aber nicht nur für ihn, sondern auch für den spielenden Co-Trainer Björn Mickelat: „Egal wie, jetzt muss ein Dreier her. Ich habe keine Lust, so lange da unten rumzuspielen.“

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