ANPFIFF - Schiedsrichter

Schiri-Obmann Mats Baur: „Der Kreis wird gut vertreten“

Mats Baur schreibt auf seine Spielnotizkarte, während er die Fahne unter dem linken Arm geklemmt hat und am Seitenrand des Platzes steht.
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Mats Baur steht auch selbst noch auf dem Platz – hier als Assistent im Testspiel zwischen dem Rotenburger SV II und dem VfL Visselhövede.

Schiedsrichterobmann Mats Baur spricht über die aktuelle Situation der Schiedsrichter. Sind wirklich genügend Unparteiische aus dem Kreis auf Bezirksebene?

Rotenburg – Wie geht‘s eigentlich der Schiedsrichter-Gilde im Fußball-Kreis nach der Corona-Auszeit? Wir haben bei Mats Baur, dem Kreisschiedsrichterobmann, mal nachgefragt.

Wie ist die Lage bei den Schiedsrichtern? Sind Sie gut aufgestellt?

Unsere Gesamt-Schiedsrichterzahl im Kreis ist seit Jahren konstant. Das ist grundsätzlich schon mal gut. In anderen Gegenden sinkt sie. Es ist dennoch nicht ausreichend. Denn seit einigen Jahren scheiden Schiedsrichter, die eine extrem hohe Zahl an Spielen geleitet haben, aus Altersgründen oder gesundheitlichen Gründen aus. Dafür kommen Schiedsrichter nach, die es zeitlich gar nicht schaffen können, eine solche Menge an Ansetzungen zu bewältigen, als es die Ausgeschiedenen geleistet haben. Allgemein fällt auf, dass die Schiedsrichterei ganz häufig nicht mehr das einzige Hobby der Schiedsrichter ist, anders als früher vielleicht, wo vieles der Schiedsrichterei untergeordnet wurde. Das ist auch kein Vorwurf. Ich denke, dass sich hierin vielmehr eine allgemeine Entwicklung im Ehrenamt zeigt. Ich bin froh, all unsere rund 250 Schiedsrichter zu haben.

Also müssen noch mehr an die Pfeife?

Die Schiedsrichterzahl muss erhöht werden. Daran arbeiten wir. Online-Lehrangebote, erstelltes Ausrüstungskonzept, kollegiales Miteinander und Flexibilität bei den Ansetzungen sind hier nur einige Stichworte, in denen wir uns weiterentwickelt haben. Nichtsdestotrotz versuchen wir auch dieses Jahr unser Bestmöglichstes, um alle Spielklassen durchgängig mit neutralen Schiedsrichtern zu besetzen. Einfach wird es nicht!

Schiedsrichter ab der Kreisliga

Frauen-Oberliga

Dilvin Güler (TuS Hemslingen/Söhlingen) – Aufsteigerin

Landesliga

Lukas Reineke (SV Deinstedt)

Jan-Luca Wilken (SV Jeersdorf)

Bezirksliga

Lennart Blömer (TuS Westerholz) – Aufsteiger

Sascha Börsdamm (FC Ostereistedt/Rhade) – Aufsteiger

Calvin Dieckhoff (TV Hassendorf)

Alexander Kluge (MTV Elm)

Jannik Matthias (Bremervörder SC)

Morten Menzel (MTV Jeddingen) – Aufsteiger

Steffen Nabert (TuS Zeven)

Jan Nieswandt (SV Viktoria Oldendorf)

Julian Nuxoll (Rotenburger SV)

Kreisliga

Günter Bassen (SV Ippensen)

Bernd Christoffers (TuS Brockel)

Jannis Düls (FC Oste-Hamme)

Mario Ernst (SV Horstedt)

Hassan Harb (FC Ostereistedt/Rhade)

Kai Hartmann (TuS Westerholz)

Viktor Herber (SV Jeersdorf)

Danny Lem (TSV Groß Meckelsen)

Lucas Lemke (SV RW Scheeßel)

Friedrich Lüning (FC Walsede)

Michael Menzel (MTV Jeddingen)

Jonas Prüser (SV Horstedt)

Bernd Rössel (MTV Wohnste)

Steven Tietje (TuS Brockel)

Thore Urban (TV Sottrum)

Wie sieht es auf Bezirksebene aus?

Auf Bezirksebene sind wir gut vertreten. Wir haben zwölf Schiedsrichter, die uns höherklassig vertreten. Nur zwei Kreise im Bezirk sind mit einer größeren Anzahl vertreten. Und nicht nur quantitativ erachte ich uns hier gut aufgestellt. Auch qualitativ haben wir echt talentierte Schiedsrichter auf Bezirksebene. Der Kreis wird gut durch unsere Bezirksschiedsrichter vertreten. Nicht zu vergessen: Wir stellen gleich mehrere Schiedsrichter-Beobachter auf Bezirksebene.

Warum hatte der Kreis zuletzt keinen Unparteiischen im Verband?

Das ist in der Tat etwas, was uns auch wurmt. Ich möchte auch klar sagen, dass wir Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hätten, die sicher eine gute Rolle auf Verbandsebene spielen würden. Manche tun es beispielsweise bereits als Schiedsrichterassistent. Und Dilvin Güler pfeift in der Frauen-Oberliga – das hat sich kurzfristig ergeben. Dennoch wird die Luft nach oben immer dünner. So kommt es regelmäßig nur zu einem Oberliga-Aufsteiger pro Bezirk – manchmal gar zu gar keinem. Da muss die Saison einfach perfekt laufen, um einen solchen Aufstieg zu finalisieren. Und klar, etwas Glück gehört auch immer dazu. Aber ich bin weiter optimistisch, dass wir bald wieder im Herrenbereich auf Verbandsebene mit einem Schiedsrichter vertreten sein werden.

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